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04.11.2011
Gerade eben ist mir ein Satz eingefallen, den ich für sehr wichtig erachte, wenn es um die Menschenrechte von transsexuellen Menschen geht:

Transsexuelle Menschen sind geschlechtlich nicht die Menschen, die sie sind, weil sie sich so oder so fühlen, sondern sie fühlen sich so, weil sie geschlechtlich so sind, wie sie sind.

Das fasst in etwa die Zeit der letzten Monate zusammen, in denen ich hier weniger geschrieben habe. Ja, es gibt zur Zeit ziemlich viele Menschen, die meinen, dass das Menschenrechtsthema in Sachen Transsexualität vielerorts angekommen ist - dennoch finde ich, dass der obige Satz dafür ausreicht zu unterscheiden, ob diejenigen, die "Menschenrechte" auf ihrer Fahne stehen haben, es ernst meinen, oder nicht.

(Edit 6.11.2011:)
Einschub:

Erschreckend, wie falsch Menschen sein können und was passieren kann, wenn inhaltliche Kritik irgendwie unbequem ist. Dann kann es passieren, dass diejenigen, die keine Lust auf inhaltliche Diskussion haben, zur Meute werden, die erst versuchen den Kritiker wegzubeissen und dann, wenn dies nicht gelingt stimm und heimlich eine virtuelle Deportation durchführen. Nicht, dass ich diese böse Seite von Menschen nicht kennen würde, da ich diese Negativerfahrungen schon an der ein oder anderen Stelle machen durfte, aber es erschreckt doch immer wieder auf's neue, wenn Leute ihre Masken fallen lassen. Vor knapp einem Jahr hatte ich dazu schon einmal etwas geschrieben (das ging es um das DGTI-Forum, in dem extrem-rechte Äusserungen geduldet wurden, und diejenige, die sich darüber aufgeregt hat, dann gesperrt wurde) und der Angriff ähnelt dem letzten: Menschen fühlen sich inhaltlich angegriffen, fangen dann an, vom Thema abzulenken, Unterstellungen und Behauptungen aufzustellen um dann einen Grund zu finden, einen Menschen loszuwerden. Da es Menschen, die mehr oder weniger transsexuell (oder "transgender") sind, die solche Verhaltensweisen regelmässig an den Tag legen, schockt mich das auch jedesmal aufs Neue. Der Ekel vor dieser Art des menschlichen Umgangs lässt sich da leider nicht unterdrücken...

Ach ja, welches Forum war es diesesmal? Das FTM-Portal.

Wer gegen Ausgrenzung ist, sollte selbst nicht ausgrenzen. Wer Mobbing nicht leiden kann, sollte selbst nicht mobben.

Da ich den kompletten Thread als pdf-Ausdrücke auf meinem Rechner habe, denke ich, dass es kaum lohnt, hier Unwahrheiten über mich zu verbreiten. Oder doch? Übrigens nehme ich es Menschen, die sich so verhalten, nicht mehr ab, wenn sie behaupten, sich für die Rechte transsexueller Menschen einzusetzen. Menschen, die sich hinter Pseudonymen verstecken, die sich zusammenrotten um unbequeme Menschen virtuell zu verprügeln und dann auch noch zu behaupten, das Opfer wäre selber Schuld daran. Und ihr wollt euch für Minderheiten einsetzen? Ihr, die ihr lieber in der Gruppe gegen einzelne vorgeht, wenn Euch eine Kritik inhaltlich getroffen hat, anstatt ein Thema in konstruktiver Auseinandersetzung abzuarbeiten?

Es muss euch wirklich sehr getroffen haben, denn auf eurer Seite steht:

"Wir Moderatoren und Admins haben uns nach langer Debatte entschieden, dass eine gelbe Karte künftig von einer dreitägigen Accountsperrung begleitet wird. Bei einer zweiten gelben Karte wird der Account 7 Tage gesperrt. Die dritte gelbe war schon immer die rote, sprich: endgültige Sperrung des Accounts."

Schön, dass ich von diese Karten überhaupt keine sehen durfte. Das ging dann doch etwas schneller. Ist ja die Kim, da darf man das. Genauso wie beim Ali, oder bei Sarah. Oder vielleicht doch bei Dabiku. Manche meinen, da ginge das auch immer... hatte ich schon erwähnt, dass ich glaube, dass es genau diese Machtspiele sind, die bislang allen transsexuellen Menschen nur geschadet haben? Denn wer solche Ausgrenzereien und Diskriminierungen betreibt, wenn es um das Thema Diskriminierung und Ausgrenzung transsexueller Menschen geht (das war ja das Thema das Threads im oben genannten Forum), der verhält sich in sich paradox. Darf ich das Heuchelei nennen?

Schade. Nun ist der Kreis derer, die ich für unredlich und unehrlich halte, ein wenig grösser geworden. Wer den Inhalt des Threads wissen will, kann sich ja gerne an mich wenden. Veröffentlichen werde ich dazu vorerst nichts. Ausser die email, die ich heute bekommen habe und die mich echt geschockt hat, da ich mit so etwas gar nicht gerechnet hatte.

"Das Moderatorenteam auf FTM-Portal.net hat beschlossen, deinen Account jetzt zu sperren"

Abschliessend bleibt vielleicht noch anzumerken, dass eine Enttäuschung auch seine guten Seiten hat: Sie ent-täuscht und macht damit das positive bis neutrale Bild (ich gehe ja prinzipiell vom Guten aus), das ich über ein paar Personen hatte, zu einer Täuschung. Damit weiss ich wenigstens nun, was wirklich ist und denke, dass das eben nur helfen kann, wenn es z.B. um Menschenrechtsarbeit bei transsexuellen Menschen geht. Wer diesen Begriff nur aus Merketinggründen (und um sich selbst Macht anzueignen) benutzt, ist mir heute klar geworden. Es ist echt traurig, machmal Recht zu haben... nun denn, das geht vorbei. Wie auch jede Unwahrheit irgendwann zur Enttäuschung führt. Bestenfalls. Also so gesehen war das heute wieder mal ein echter Glückstag.

Nachtrag: Was mir gerade so auffällt ist, dass ich mich in Zukunft gut an diese Tage erinnern kann. Da werde ich dann einfach mir selbst sagen müssen: "Das war doch damals, als deine Grossmutter gestorben ist". Schon interessant, welche Erlebnisse zeitlich zusammen hängen.
 
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