Home
Blog
Inhalt
Aktuelles
Suche
Ticker
Buntes
Gesellschaft
Politik
Wissenschaft
Recht
F64.0
Existenzforderung
Archiv
Aktionsmaterial
Download Texte
Freunde
Externe News
Gesetzgebung
Galerie
Filme
Reform-Stimmen
Impressum
Your IP address:
54.166.212.152
  Home
10.03.2012
Es gibt da eine Frau, die der Ansicht ist, dass transsexuelle Menschen nicht existieren. Dass es sie gibt - es ist ja nachgewiesen, dass es geschlechtliche Abweichungen gibt und Mädchen auch mit Penis und Hoden geboren werden können oder Jungs mit Vagina und Gebärmutter - stört Frau Richter-Appelt dabei nicht weiter. Um den eugenischen Gedanken der Fortpflanzung in den Mittelpunkt des menschlichen Daseins zu stellen, darf es laut Frau Richter-Appelt keine transsexuelle Menschen geben.

Deswegen behauptet Frau Richter-Appelt, die gerade auf einem Vernichtungsfeldzug gegen transsexuelle Menschen unterwegs ist (und sich gerade den Fremdzugriff auf intersexuelle Menschen durch ihre Werbemassnahme beim Deutschen Ethikrat gesichert hat) auch, dass es

a) transsexuelle Menschen nicht gibt
b) "Geschlechtsdysphorie" hier das richtiger Wort wäre
und
c) damit gemeint ist, dass ein Mensch mit "gestörter Geschlechtsentwicklung" darunter leidet, dass Körper und Psyche nicht zusammen passen und dieser Mensch dann
d) eine Geschlechtsumwandlung wünscht

Und weil diese psychische Störung zwar im DSM, dem Buch der psychischen Störung bleiben soll (wie gesagt, sieht Frau Richter-Appelt eine Aussage wie "Ich bin eine Frau" oder "Ich bin ein Mann" nicht als wahre Aussage über das eigene Geschlecht an, sondern als psychische Befindlichkeit), aber in der Öffentlichkeit viele transsexuelle Menschen als Unterstützer gebraucht werden, damit die Psychopathologisierung locker weiter gehen kann, nennt sie transsexuelle Menschen "transident" und schleimt sich bei denen ein, die immer noch nicht so weit sind, dass sie ihr Wissen über ihr Geschlecht als wahr anerkennen, also bei den transsexuellen Menschen, die mitten im Coming-Out stecken und mangelns besseren Wissens oft noch beeinflussbar von den Lügen einer psychoapthologisierenden Medizin sind. Ganz schon dreist, wie hier Menschen, die Hilfe brauchen, dann "abgegeriffen" werden um sie dann hinterher schon fremdbestimmen zu können, indem man behauptet, dass es sie ja gar nicht gibt.

Im Prinzip ist das genau die Psychopathologisierung von Menschen mit geschlechtlichen Abweichungen, die seit den 60er-Jahren existiert und deswegen existieren konnte, weil der Trick Menschen, die Hilfe brauchen für die eigenen ZWekce zu missbrauchen schon damals super funktioniert hat.

Hier die Argumente von Frau Richter-Appelt in einem Zeitungsinterview vom 10. März 2011 im Südkurier. So behauptet sie:

These 1: Transsexuelle Menschen seien in der Natur nicht existent

"Es gibt ein Geschlecht, das sich auf den Körper bezieht und in den meisten Fällen (außer bei Personen mit Intersexualität) eindeutig männlich oder weiblich ist; und ein psychosoziales Geschlecht, das sich auf das psychische Erleben einer Geschlechtsidentität, die männlich, weiblich oder dazwischen erlebt werden kann, beziehungsweise die soziale Rolle bezieht."


These 2: Die Psyche eines transsexuellen Menschen sei gestört

"Wenn der Körper nicht mit dem erlebten Geschlecht übereinstimmt, spricht man von Transsexualität oder Störung der Geschlechtsentwicklung."

These 3: Transsexuelle Menschen seien nicht sie selbst, sondern wünschten sich - auf Grund ihrer Psyche, die auf einer Störung der Geschlechtsentwicklung so ist, wie sie ist - jemand anderes zu werden. Ausserdem sei das Verändern von körperlichen Merkmalen eine Änderung des Geschlechtes.

"Viele Transsexuelle streben eine Geschlechtsumwandlung an. Dazu gehören eine Veränderung des Körpers und der Wunsch, den Namen und Personenstand zu ändern."

These 4: Auch medizinisch sollten transsexuelle Menschen vernichtet werden.

"Im Moment wird allerdings in internationalen Arbeitsgruppen erwogen, den Begriff Transsexualität ganz abzuschaffen und durch den Begriff Geschlechtsdysphorie zu ersetzen."

These 5: Da transsexuelle Menschen nicht als geschlechtliche Normvariante existierten, müsse klar werden, dass die Menschen die Behaupten, sie seien "Frauen" bzw. "Männer", die mit entgegengeschlechtlichen Merkmalen geboren wurden, ein Identitätsproblem haben und natürlich nicht die Wahrheit über sich äussern.

"Betroffene wehren sich oft gegen den Begriff Transsexualität, da sie meinen, ihr Erleben habe nicht primär etwas mit Sexualität zu tun, sondern mit dem Identitätserleben, sie bevorzugen daher Transident."


Einer der bösartigsten Eigenschaften von Menschen ist, andere Menschen die Existenz abzuerkennen. Hertha Richter-Appelt ist ein Mensch, der genau diesen Vernichtungsfeldzug betreibt. Und es wäre schön, wenn nicht immer wieder irgendwelche unvorsichtigen oder aber arglistigen Leute (wie z.B. ein Mensch der sich selbst als "transident" bezeichnet und neulich geschrieben hat "Frau Prof. Dr. Richter-Appelt ist eine erfahrene, umsichtige, helfende Persönlichkeit, die sich für unsere Belange einsetzt." Zitat vom 28. Januar 2012, Facebook) dieses Ansinnen transsexuelle Menschen vernichten zu wollen, unterstützen würden.

Es gab mal ein Graffiti in meiner Heimatstadt. Ein Satz. Und der lautete folgendermassen:

"Wehr sich nicht wehrt, lebt verkehrt!"
 
< Zurück   Weiter >
 
(C) 2018 Menschenrecht und Transsexualität
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.