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Transsexualität ist eine körperliche Störung.

Der Satz "im falschen Körper geboren" zu sein, ist wahr.

Ziel dieser Seite ist die gesellschaftliche Anerkennung von Transsexualität als körperliche Störung und der Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung. Das Angebot stützt sich dabei auf Untersuchungen aus den Bereichen Humangenetik und Neurowissenschaft und bezieht dabei eindeutig Stellung: Auslöser für sowohl medizinische als auch gesellschaftliche Diskriminierung ist die falsche Sichtweise, die aus transsexuellen Menschen Personen machen will, die "psychisch gestört" sind, was nach dem offiziellen Katalog der zu behandelnden Krankheiten der WHO immer noch Stand der Dinge ist. Damit werden auch im Jahr 2006 Menschen, die behaupten, dass sie "im falschen Körper" geboren worden sind (bezogen auf den Geschlechtskörper) immer noch zu Lügnern und Nicht-Existenten Wesen erklärt. Diese Sichtweise als falsch zu entlarven, Diskriminierungen aufzuzeigen und Klischees zu bekämpfen soll genauso Ziel dieser Seite sein, wie die Erfüllung folgender Aussage:

Jeder Mensch hat ein Recht zu existieren.

Link: Die 8 wichtigsten Forderungen

Link: zum Text-Ticker (Prozess der aktuellen rechtlichen Anerkennung) 



Hier klicken: Menschenrecht und Transsexualität - Ticker-feed

(Anmerkung: Diese Webpräsenz richtet sich an Menschen, die mit gegengeschlechtlichen körperlichen Merkmalen geboren wurden und nicht an Geschlechtswechsler)

Aktuelles:

07.03.2010

In der letzten Woche habe ich wieder einmal ein Gespräch mit einem transsexuellen Menschen führen müssen, welcher meinte, dass die Beschreibung "Mann, der sich wie eine Frau fühlt" ganz gut zu ihm passen, dieser Mensch sich selbst aber als Frau sehen würde und deswegen dann auch eine Vornamensänderung betragen will, obwohl Papiere angeblich ja nicht so wichtig wären, sondern der Alltag zähle. Ja, ich gebe es zu, dass mich das ziemlich nervt, wenn Menschen eine Ent- und Wederhaltung (im Gegensatz zu ent- oder weder) an den Tag legen und zweierlei sich gegenseitig widersprechende Aussagen gleichzeitig treffen und auch noch meinen, dass das irgendeinen anderen Menschen vermittelbaren Sinn machen würde. Nein, es ist nicht vermittelbar. Und ich möchte auch jedem transsexuellen Menschen, der selbst meint, Paradoxien (wie die der "Männer, die sich wie Frauen fühlen") verbreiten zu müssen, sagen: Löst erstmal euren Gedankenknoten und dann (aber erst dann) meldet euch bei mir - vorher ist das nämlich ziemlich nervig....

Sätze wie "Männer, die sich wie Frauen fühlen" oder "Frauen, die sich wie Männer fühlen" sind derart unsinnig und der Inhalt sich selbst widersprechend, dass ich mich fragen muss, wie mensch in der Lage ist, solche Sätze überhaupt zu äussern - vorallem dann, wenn mit z.B. "Männer, die sich wie Frauen fühlen" transsexuelle Frauen gemeint sein sollen.

Hier nocheinmal in kurz zusammengefasst, warum der Satz "Männer, die sich wie Frauen fühlen" Unsinn ist:

1. Spätestens in den 70er-Jahren (und zwar mit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil 1978, welches dann zur Einführung des "Transsexuellengesetzes" geführt hat) war klar: Das psychische Geschlecht / Gehirngeschlecht eines Menschen ist im Zweifelsfall geschlechtsbestimmender als sichtbare Körpermerkmale.

2. Wenn das psychische Geschlecht wichtiger ist als die Körpermerkmale, dann ist eine transsexuelle Frau eine Frau und eben KEIN Mann (das Gehirngeschlecht / psychische Geschlecht gilt ja dann als geschlechtsbestimmend)

3. Damit kann eine transsexuelle Frau auch kein Mann sein, "der sich wie eine Frau fühlt"

Menschen, die diesen Satz äussern, outen sich zudem als Menschen, die nicht akzeptieren wollen, dass die Psyche / Gehirngeschlecht geschlechtsbestimmend ist, da sie das Geschlecht ja dann doch an sichtbaren Körpermerkmalen festmachen. Wenn nun transsexuelle Menschen diesen Satz selbst äussern, ist das etwas wie selbstgemachte Transphobie, da sich ein Mensch dann zwar einerseits eingesteht "ein gewisses Gefühl" über sein Geschlecht zu haben, dieses "Gefühl" aber dann wohl doch nicht so ernst nimmt, um dann selbstbewusst zu äussern: Ich bin eine Frau oder ein Mann (und fühle mich nicht nur so).

Dass dies, was ich nun einmal Autotransphobie nennen mag, zusätzlich auch noch sinnvolle Reformen von medizinischen und rechtlichen Regelungen verhindert, indem sich Menschen lieber freiwillig paradoxen Theorien unterordnen, führt mich immer wieder zu der Frage: Wieviele transsexuelle Menschen in Deutschland wollen überhaupt als sie selbst anerkannt werden? und weiter überlege ich mir oft, wie unfair so eine unselbstbewusste Einstellung den Menschen gegenüber ist, die ein sehr deutliches geschlechtliches Selbstwissen besitzen, die aber das Pech hatten/haben vom "System Trans" zermahlen zu werden, weil sie genau wegen dieses geschlechtlichen Selbstwissens nicht in der Lage sind sich zu etwas zu erklären, was sie niemals waren. Sollten die ehrlichen Menschen für ihre Ehrlichkeit gestraft werden? Nicht wirklich. Wenn ein System auf Lügen aufgebaut ist, dann sind es doch die vielen kleinen LÜgen, an denen sich auch transsexuelle Menschen beteiligen, die wirklich verachtenswert sind.

Damit sind die Sätze "Männer, die wie Frauen fühlen" oder "Frauen, die wie Männer fühlen" für mich nicht nur paradox oder ein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins, wenn ihn transsexuelle Menschen äussern, sondern zusätzlich auch noch alles andere als solidarisch anderen transsexuellen Menschen gegenüber. Und ich weigere mich hier nocheinmal deutlich da mit zumachen. Nervt jemand anderen mit euren Anrufen, aber lasst bitte mich in Ruhe.

Transsexuelle Frauen sind Frauen - transsexuelle Männer sind Männer.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Artikel 1
[Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2
[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3
[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

 
Transsexualität ist eine Geschlechtskörperstörung, eine Abweichung des Geschlechtskörpers vom angeborenen Geschlecht (und damit wie jede andere körperliche Störung anzusehen).

 
 
(C) 2010 Menschenrecht und Transsexualität
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