Mein Eindruck ist, dass es ziemlich viele transMenschen gibt, die selbst mit der Kritik an bestehenden Geschlechterideologien nicht klar kommen, da sie annehmen, man könne zwar einerseits dafür sein, die Zweigeschlechtlichkeit zu hinterfragen, andererseits aber trotzdem noch an einem eindimensionalen, zweipoligen biologischem Ent-Oder-Weder-Geschlechterverständnis festhalten, das eigentlich in der Natur so gar nicht vorkommt. Die Paradoxie im Denken findet sich immer dann, wenn ein angebliches biologisches Geschlecht eines Menschen postuliert wird (Grundlage der Argumentation) von dem dann ein transMensch angeblich in seinem Gefühl abweiche. Beispielsatz: "Ein biologischer Mann, der wie eine Frau fühlt".
Ich setzte mich nun nicht dafür ein, den ultimativen Beweis dafür zu finden, dass transsexuelle Frauen Frauen sind, sondern argumentiere dafür, dass Menschen in ihrem Selbst anerkannt werden, egal wie dieses Selbst dann aussieht. Bewiesen werden muss Geschlecht nun nicht, sondern es genügt einen Menschen in seinem Selbst zu respektieren, und seiner Selbstaussage über sein Geschlecht als wahr anzuerkennen.
Ich bin, was Psychotheorien angeht, eher geneigt dem Herrn C.G. Jung, dem Begründer der Analytischen Psychologie, der einst mit seinem psychoanalytischen Ziehvater Sigmund Freud gebrochen hatte, zu folgen, der das Selbst quasi als den Kern des Menschen ansieht, eben als das, was einen Menschen einzigartig macht.
"Das Selbst ist immer da, es ist jenes zentrale, archetypische Strukturelement der Psyche, das als Anordner und Lenker der seelischen Ereignisse von allem Anfang an in uns wirkt. Sein a priori vorhandener Zielcharakter und der Drang, dieses Ziel zu verwirklichen, bestehen auch ohne Teilnahme des Bewußtseins" (Jacobi 1971, S. 63).
Dieses Selbst muss, damit C.G. Jungs Vorstellungen Sinn machen, ein Kern-Geschlecht besitzen. Nun gehöre ich aber nicht zu den Menschen die Geist und biologische Gehirnaktivitäten voneinander trennen, sondern sehe das eine als den körperlichen "Spiegel" des anderen. Wenn ein Mensch ein Selbst hat, dann ist dies keine Erfindung, Wunsch, oder Phantasie sondern Teil der Realität/Natur/Biologie. Das Selbst hält Jung im Gegensatz zum Ich im übrigen für fest stehend - das Ich sei der Teil des Selbst, der das Selbst betrachtet bzw. Teile des Selbst im Aussen darstellt.
"Der Terminus ,Selbst' schien mir eine passende Bezeichnung zu sein für den unbewußten Hintergrund, dessen jeweiliger Exponent im Bewußtsein das Ich ist. [...] Wie das Unbewußte, so ist das Selbst das a priori Vorhandene, aus dem das Ich hervorgeht. Es präformiert sozusagen das Ich'" (Jung, in Jacobi 1971, S. 62 f).
"Der zentrale Begriff der menschlichen Psyche ist das Selbst. Dieses Selbst ist die Ganzheit der menschlichen Psyche und umfaßt bewußte und unbewußte Persönlichkeitsteile und strebt eine Harmonisierung der Psyche an. Bewußt ist lediglich das Ich-Bewußtsein und ist somit lediglich ein winziger Teil dessen, was die menschliche Persönlichkeit ausmacht."
([werner.stangl]s arbeitsblätter)
Was ich damit sagen will, ist folgendes: Einen Menschen in seinem Selbst zu akzeptieren, heisst diesen Menschen in seinem eigentlichen Geschlecht anzuerkennen. Und in der Tat gibt es Theorien und Ideologien die dieser Anerkennung im Wege stehen... es geht mir also weniger darum, dass die eine Aussenzuschreibung (geistige Störung vs. körperliche Störung) durch eine andere abgelöst wird, als vielmehr darum, aufzuzeigen, dass die Idee einer "Geschlechtsidentitätsstörung" nur in dem Falle anwendbar ist, wenn ein Mensch das geschlechtliche Selbst eines transsexuellen Menschen ignoriert und Geschlecht auf wenige Faktoren reduziert (z.B. einen Penis), obwohl biologisch längst bewiesen ist, dass Geschlecht viele biologische Facetten aufweist. Wenn man will, ist Transsexualität überhaupt keine Störung, sondern eine biologische geschlechtliche Variante - wenn aber etwas aus Sicht eines transsexuellen Menschen als "Störung" empfunden wird, dann kann es nicht das eigene Selbst sein (obwohl sich manche Menschen ja selbst diese negative Sicht gefallen lassen), sondern eben immer nur die Körpermerkmale, die dem eigenen Selbst nicht entsprechen. Insofern ist Transsexualität eine in der Natur vorkommende körperliche Abweichung, die dann der "Reparatur" bedarf, wenn ein Leidensdruck vorhanden ist. Bevor ich anfing Bücher über das Thema zu lesen und zu recherchieren, dachte ich, das wäre auch so medizinisch definiert - ist es aber leider nicht.
Individuation:
"In der Entwicklung des Menschen ist die Individuation ein Schritt, zu dessen Bewältigung ein Konflikt verarbeitet werden muss. In diesem Konflikt geht es darum, sich über die Normen und Wertvorstellungen anderer (z.B. der Eltern) hinwegzusetzen und zu eigenen Normen und Werten zu finden. Dabei ist es nötig, die Erwartungen anderer zu enttäuschen, Verbote zu übertreten und ein eigenes Maß zur Überwindung ungesunder Anpassung zu finden. Das Ergebnis dieses Entwicklungsschrittes bildet sich als innere Repräsentanz ab und nimmt Einfluss auf die Organisation der Persönlichkeit. Je nach Qualität und Ausreifung dieser inneren Repräsentanz verbessert sich die innere Struktur des Menschen. Man kann davon ausgehen, dass die Verarbeitungsmöglichkeiten im späteren Leben weiter verbesserungsfähig sind."
Zitat (1933) des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung: "Individuation bedeutet: zum Einzelwesen werden, und, insofern wir unter Individualität unsere innerste, letzte und unvergleichbare Einzigartigkeit verstehen, zum eigenen Selbst werden. Man könnte "Individuation" darum auch als "Verselbstung" oder als "Selbstverwirklichung" übersetzen." (wikipedia.de)
Auch wenn ein transsexueller Mensch nicht unbedingt schon bereits in der Kinderheit Begriffe dafür hat, wie er fühlt und das Kind beim Namen nennen kann, da ein Wissen ja etwas anderes ist als ein (wie immer ausgeprägtes) "Gefühl" muss spätestens mit Inting/Outing ein Mensch das Recht haben, in seinem (selbstempfundenen) Geschlecht umgehend anerkannt zu werden. Das Gegenteil geschieht aber heute: Da hast du dein Outing und dann wird dir als erstes gesagt, du hättest eine schlimme Identitätsstörung die sich "Geschlechtsidentitätsstörung" nennt, da du dich nicht fühlst/verhälst/denkst/bist wie dein Genital. Diese Verdrehung des selbstbewussten Intings/Outing (Selbstbewusstsein heisst ja: Wissen über sein eigenes Selbst) ins Gegenteil, in eine Störung, ist in der Tat ein schlimmes Verbrechen, da es einen wissenden, mündigen Menschen, der glücklich ist, endlich sein eigenes Selbst annehmen zu können (nach C.G. Jung ein sehr wichtiger Prozess) per Definition zu einem unwissenden, unmündigen Menschen macht. Eine selbstbewusste Frau, die endlich versteht, dass sie kein Mann ist und war wird beim Gang zum Psychodoc (die meisten von Ihnen, die sich bei Transsexualität als Experten verkaufen, arbeiten nach Sigmund Freuds psychoanalytischen Geschlechtertheorien) zu einem identitätsgestörten Mann erklärt.
Eigentlich sollte der Respekt vor dem Selbst eines Menschen doch anders aussehen, vorallem wenn mensch eher geneigt ist C.G.Jung zu folgen:
"Ist das Ich in einen anscheinend ausweglosen Konflikt verstrickt (und nur dann) [...] so soll man der inneren Instanz, dem Selbst, die Führung überlassen".
(Jacobi 1971, S. 119)
Wer sich selbst zu etwas erklärt, was er durch sein Inting/Outing gerade abgelegt hatte, liefert die besten Argumente dafür, dass Ausgrenzung überhaupt möglich ist. Ausgegrenzt wird in meinen Augen also in aller erster Linie (und auch in dieser Reihenfolge) erst einmal von den psychoanalytisch orientierten "Experten", welche die Theorien rund um die "Geschlechtsidentitätsstörung" eingeführt haben, an zweiter Position von den transsexuellen Menschen selbst, die sich das gefallen lassen (und sogar oft mitmachen in dem Theaterstück, oft auch organisiert in Vereinen) und erst danach von der sogenannten "Allgemeinheit". Viele Menschen, die sich nämlich nicht mit Transsexualität auskennen, haben es nämlich sogar oft leichter, unverfälschter und ohne Geschlechterideologien-Brille aufzuhaben einen Menschen einfach nur so wahrzunehmen, wie er ist (und welchem Geschlecht dieser Mensch zugehört).
Selbst diejenigen Typen, die dann z.B. Morde an transsexuellen Frauen begehen, nehmen ja zuallererst einmal das richtige wahr und ihr Gefühl ist stimmig. Problematisch wird es dann, wenn diese Leute später meinen, sie hätten aus irgendeinem Grunde falsch gefühlt und seien betrogen worden (wie z.B. Transenmörder, die dann sagen "ich bin doch nicht schwul" oder "es hat mich betrogen, es ist ein Mann" u.ä.). Genau aus diesem Grunde ist es wichtig die bestehende genitalfixierte psychoanalytische Geschlechterideologie, die immer noch in den Köpfen der Leute spukt als unwissenschaftlichen Quatsch zu outen und klar zu machen: Eine transsexuelle Frau IST eine echte Frau (auch biologisch) - da Geschlecht eben nicht nur aus Genitalien besteht. Es geht also darum der "Allgemeinheit" klarzumachen, dass sie tatsächlich ihrem Gefühl im Umgang mit transsexuellen Menschen vertrauen darf... und dass es keinen Grund gibt, dieses Gefühl über das eigentliche Geschlecht eines transsexuellen Menschen als "falsch" ansehen zu müssen, bloss weil in irgendeinem Buch irgendein "Experte" etwas davon schreibt, dass es sich bei transsexuellen Frauen "eigentlich ja nur um biologische Männer" handelt.
Genau das ist der Grund, warum es wichtig ist die "Geschlechtsidentitätsstörungs"-Theoretiker als Scharlatane zu outen und ihre Theorien als unwissenschaftlich und falsch zu entlarven. Je umfangreicher dies geschieht, desto besser.
"Lieber Herr Professor!
Ich möchte Sie [...] darauf aufmerksam machen, daß Ihre Technik, Ihre Schüler wie Ihre Patienten zu behandeln, ein Mißgriff ist. Damit erzeugen Sie sklavische Söhne oder freche Schlingel [...]. Ich bin objektiv genug, um Ihren Trick zu durchschauen. Sie weisen rund um sich herum alle Symptomhandlungen nach, und damit setzen Sie die ganze Umgebung auf das Niveau des Sohnes und der Tochter herunter, die mit Erröten die Existenz fehlerhafter Tendenzen zugeben. Unterdessen bleiben sie immer schön oben als Vater. Vor lauter Untertänigkeit kommt keiner dazu, den Propheten am Barte zu zupfen und sich einmal zu erkundigen, was Sie denn zu einem Patienten sagen, welcher die Tendenz hat, den Analytiker zu analysieren anstatt sich selber? Sie fragen ihn doch: ‚Wer hat denn eigentlich die Neurose?'
Sehen Sie, mein lieber Herr Professor, solange Sie mit diesem Zeugs laborieren, sind mir meine Symptomhandlungen ganz wurscht, denn die wollen nichts bedeuten neben dem beträchtlichen Balken, den mein Bruder Freud im Auge trägt."
(C. G. Jung an Sigmund Freud am 18. Dezember 1912. In: Sigmund Freud/C. G. Jung: Briefwechsel. Herausgegeben von William McGuire und Wolfgang Sauerländer. Frankfurt am Main 1974, Seite 594)
Transsexuelle und Intersexuelle - Opfer derselben Ideologie
Viele Menschen sind heute der Ansicht, dass man klar zwischen Intersexualität und Transsexualität unterscheiden muss. Intersexualität wird von diesen Menschen als geschlechtliche Uneindeutigkeit gesehen und Transsexualität als psychische Störung definiert. Dass dabei Transsexualität per Definition als Identitätsstörung angesehen wird, und intersexuelle Menschen genitalen Zwangsoperationen unterzogen werden, hat aber die selbe ideologische Ursache: Die Annahme, dass Geschlechtsidentität anerzogen werden kann, da Geschlecht lediglich ein "soziales Konstrukt" sei. Die Folgen dieser Ideologie sind bis heute massive Menschenrechtsverletzungen - eben bei trans- sowie intersexuellen Menschen.
Um die Hintergünde der Ideologie, die meint man könne das Geschlecht eines Menschen "umwandeln" besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Es war in den 60er Jahren als die Theorie um die "Wandelbarkeit von Geschlecht" in Mode kam, "Transgender" als Begriff einstand, und Menschen anfingen zu glauben, dass die geschlechtliche Identität eines Menschen nichts mit der Natur zu haben müsse. Geschlechtsidentität, und damit auch letztendlich das gelebte Geschlecht (gender) wäre, ganz in der Tradition von Sigmund Freuds Psychonanalyse, etwas was nicht von Natur aus existent wäre, sondern erst in der Kindheit entstünde, so die These. Wenn es überhaupt ein körperliches Merkmal gäbe, an dem sich die Identität eines Menschen entwickele, wäre das zwischen den Beinen zu finden: Ein Penis. So die Theorie der Psychoanalyse Sigmund Freuds:
Die infantile Sexualität wird von ihm als polymorph-pervers bezeichnet, womit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass das Kind noch über keine stabile sexuelle Identität verfügt und unterschiedliche Arten des Lustgewinns praktiziert, welche teilweise an sexuelle Devianzen erwachsener Patienten erinnern. Freud postulierte in der Entwicklung der Libido eine orale (1. bis ca. 3. Lebensjahr), eine anale (ca. 3. bis 5. Lebensjahr), eine genitale (5.-7. L.j.), eine Latenzphase, Pubertät und Adoleszenz. [...] In der Adoleszenz werden die unterschiedlichen Partialtriebe schließlich unter das Primat der Genitalität gestellt.
(aus Wikipedia: Psychoanalyse)
Diese Ideologie könnte man mit "Die Psyche folgt der Erziehung und den Genitalien" zusammenfassen. Die Schlussfolgerungen dieser Menschen waren also:
- Geschlecht wäre wandelbar (Man könne aus Männern Frauen machen und aus Frauen Männer)
- Transsexualität sei eine psychische Störung, da sich die Psyche hier nicht analog zu den Genitalien entwickele
- Menschen, die mit uneindeutigen Genitalien geboren werden könne man zuordnen, wenn man ihre Genitalen zuordne und sie richtig erziehe
Man könnte auch sagen, in dieser Zeit wurden zweierlei Grundsteine gelegt, deren Auswirkungen wir heute noch erleben können:
Die erste Auswirkung der psychoanalytischen Geschlechterideologien der 60er-Jahre ist eine Stereotypisierung von Geschlecht. Schliesslich braucht der, der Geschlecht für eine Erziehungssache hält, dazu Stereotype wie z.B. feminine oder maskuline Kleidung, geschlechtsspezifisches Spielzeug, o.ä.. Insofern sind die gesellschaftlich, medial verbreiteten Klischeebilder über das, was ein Mann zu sein hat und wie eine Frau auszusehen hat, Folgen dieser Theorie.
Die zweite Auswirkung der Genderideologien der 60er und frühen 70er-Jahre ist weitaus heftiger, da sie direkte Menschenrechtsverletzungen zur Folge hat: Eine Stärkung phalluszentrierter Geschlechtsdefinition , die Reduktion des menschlichen Geschlechts auf den Penis bzw. das Fehlen des selbigen. Menschen mit uneindeutigen Genitalien begann man in dieser Zeit verstärkt genital zuzuordnen (in der aberwitzigen Annahme der Penis wäre identitätsstiftend), transsexuelle Menschen begann man als "psychisch krank" zu bezeichen - der Begriff "Geschlechtsidentitätsstörung" kam in Mode (Menschen, die sich dem "Gegengeschlecht" zugehörig fühlten, natürlich ausgehend vom genitalen Geschlecht, das kurzerhand zum biologischen erklärt wurde).
Der Link zwischen Intersexuellen und Transsexuellen
Wer auf der Suche nach dem "Missing Link" zwischend den beginnenden Menschenrechtsverbrechen zwischen intersexuellen und transsexuellen Menschen ist, wird beim Genitalverstümmler höchstpersönlich, John Money fündig. John William Money (* 8. Juli 1921 in Morrinsville, Neuseeland; † 7. Juli 2006 in Towson, Maryland) war ein US-amerikanischer Psychologe und Sexologe bekannt für seine Forschungen über Geschlechteridentitäten, Geschlechterrollen (aus Wikipedia). Er etablierte in den 60er Jahren an der Johns Hopkins University in Baltimore genitale Operationen an intersexuellen Kindern. In einem Artikel der FAZ vom 7. September 2006 heisst es:
"Entsprechend propagierte Money die 'Geschlechtsneuzuweisung' als Therapie für intersexuelle Säuglinge. Das bedeutet zunächst einmal chirurgische Eingriffe, zumeist die Entfernung der Hoden. Moneys Auffassung setzte sich weltweit durch - zumal sonst niemand eine Lösung für das Problem anzubieten hatte, schon gar nicht eine derart einfache. Ungezählte Kinder mit Fehlbildungen der Geschlechtsorgane wurden seither operativ, mit Hormongaben und durch Erziehung zu Mädchen umgebildet.
Money wandte seine Theorie der 'psychosexuellen Neutralität' auch auf Transsexuelle an. Unter seiner Leitung wurde am Johns-Hopkins-Krankenhaus die 'Gender Identity Clinic' zur operativen Geschlechtsumwandlung Erwachsener gegründet, die erste der Welt. Sie wurde zum wissenschaftlichen und publizistischen Eisbrecher dieses bald weithin anerkannten Verfahrens. Auch die Gesetzgebung in der westlichen Welt hat sich dem angepaßt. "
Welchen Einfluss John Money auch auf deutsche Medizinstandards sowie die Gesetzgebung hatte, lässt sich in einem Artikel "Der Zeit" von 1970 lesen:
"Im vorigen Jahr hat eines der auf diesem Gebiet erfahrensten Forscherteams einen Sammelband über die vorläufigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Transsexualität und über deren Behandlungsmöglichkeiten vorgelegt (Richard Green, John Money: Transsexualism and Sex Reassignment. The Johns Hopkins Press 1969). Noch in diesem Jahr wird im Enke Verlag, Stuttgart, die deutsche Fassung einer zweiten umfassenden und bisher unveröffentlichten Arbeit erscheinen, die die Ergebnisse sämtlicher am Johns- Hopkins-Hospital in Baltimore/Maryland ausgeführten Einzeltherapien darstellt. "
Interessant ist, was später einmal im selben Verlag erscheinen sollte (Friedemann Pfäfflin , Transsexualität - Beiträge zur Psychopathologie, Psychodynamik und zum Verlauf...Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1993), doch zu den weiteren Folgen der psychoanalytischen Gendertheorie später mehr. Hier zuerst einmal ein weiterer Ausschnitt aus dem Artikel "Der Zeit" von 1970. Er macht deutlich, dass sich später sowohl der deutsche Gesetzgeber an die Ausführungen und Empfehlungen John Moneys gehalten hat (nämlich als das sogenannte Transsexuellengesetz geschaffen wurde), als auch medizinische Standards eingeführt wurden, die direkt auf den Ideen des Genitalverstümmlers aus Baltimore basieren:
"- Der Proband muß 'authentisch' motiviert sein das heißt: Die gegengeschlechtliche Identifikation, nicht jedoch das Geschlecht des gewünschten Sexualpartners oder ein anderer Faktor bestimmmen sein Verlangen.
- Demgegenüber darf ein Patient, der in die Gender Ideritity Clinic aufgenommen wird, kein Kandidat für eine Psychotherapie sein. (Bei 'echten' Transsexuellen versagen sowohl Verhaltenstherapie wie Psychoanalyse wie alle anderen Methoden psychischer Beeinflussung.)
- Keinerlei Hinweise auf eine Geistes- oder Gemütskrankheit dürfen gefunden werden
- Es muß weitgehend ausgeschlossen werden können, daß der Patient nach Abschluß der Behandlung in eine soziokulturelle Krisensituation gerät. Dieses Risiko wird unter anderem dadurch verringert, daß die Probanden zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung schon zwei Jahre ausschließlich oder doch vorwiegend in der neuen Geschlechtsrolle gelebt haben
- Ehen in der alten Geschlechtsrolle müssen vor Beginn der Behandlung gelöst sein."
Auswirkungen auf die deutsche Gesetzgebung und Medizin
Wer sich diese Empfehlungen von John Money aus den 60ern näher betrachtet, wird, sofern er die einschlägige Natur der deutschen Sexologie seit den 70er-Jahren kennt, feststellen, dass hierin doch die Ursprünge liegen, für Behandlungsmethoden, die noch heute, menschenverachtenderweise, ihre Gültigkeit haben. So gibt es heute in Deutschland immer noch sogenannte "Standards of Care" (die hierzulande von der Psychoanalytikerin Sophinette Becker erstellt wurden, einer "Kollegin" von Friedemann Pfäfflin), die z.B. einen Alltagstest ala John Money verlagen und vorschlagen, dass "der Patient [...] das Leben in der gewünschten Geschlechtsrolle mindestens ein Jahr lang kontinuierlich erprobt (sog. Alltagstest)".
Dass die Theorien des John Money offiziell auch in Deutschland breite Unterstützer fanden (und immer noch finden), zeigt sich nicht nur an den zahlreichen Abhandlungen aus der "Sexologie" und "Psychoanylse", die weiterhin behaupten, es gäbe "Geschlechtsumwandlungen", sondern auch der Gesetzgebung. Bis heute gibt es ein Gesetz, welches die Geschlechtszugehörigkeit des Menschen sowohl an der Psyche (den Genitalien folgend), als auch an den Genitalien festmacht, eben ganz nach John Moneys Ideen. Es ist ein Gesetz, welches "Transsexuellengesetz" genannt wurde, aber eigentlich mit dem Namen "Transgendergesetz", besser beschrieben wäre, da hier die Gender-Theorien aus Baltimore ideologische Grundlage auch für dieses Gesetz waren. Es werden in diesem Gesetz nicht nur Gutachten über eine angebliche "psychische Störung" , nämlich dem Wunsch dem "Gegengeschlecht" anzugehören (wobei hier wieder das genitale Geschlecht zum biologischen erklärt wurde) verlangt, die bis heute nicht bewiesen wurde, sondern auch die körperliche Annäherung der Genitalien an das "Gegengeschlecht", eine Zwangssterlisationspraxis, um die (natürlich dann eindeutigen) Genitalien wieder zum Mittelpunkt des geschlechtlichen Seins zu erklären.
Zwar mag sich die phallus-zentrierte Geschlechtsdefinition (der eine Teil der Moneyschen Transgender-Logik) langsam ändern, was auch längst überfällig war, wenn man die Auswirkungen dieser Penislogik kennt (wie Zwangssterilisationen bei transsexuellen Menschen und Genitalverstümmelungen bei intersexuellen Menschen), von der anderen, ebenso paradoxen und menschenverachtenden Seite der Money-Logik, wollen sich seine Jünger aber nur allzu ungern trennen: Dass das menschliche Geschlecht eine soziale Konstruktion wäre und "Geschlechtsumwandlungen" daher möglich seien. Die eine Seite einer falschen Geschlechterideologie als "Fehler" einzugestehen, andererseits aber an der anderen Seite festzuhalten, ist aber ein Unterfangen, das zwangsläufig scheitern muss. So schreiben die Nachkömmlinge der Money'schen Schule noch heute folgendes:
In einem Buch von Udo Rauchfleisch (Psychoanalytiker aus der Schweiz): "denn nach wie vor ist spürbar, dass der Trans-Mann kein »wirklicher« Mann und die Trans-Frau keine »wirkliche« Frau ist"
(Transsexualität - Transidentität. Begutachtung, Begleitung, Therapie 2006)
Sophinette Becker (Psychoanalytikerin aus Frankfurt): "Früher hat es mehr Männer gegeben, die Frauen werden wollten..."
(Anfang 2008, ZDF)
Hertha Richter-Appelt (Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, Juli 2008 im DeutschlandfunkUnd): "ein biologischer Mann sagt, ich bin eine Frau und eine biologische Frau sagt, ich bin eigentlich ein Mann."
Noch deutlicher wird ein Mann, der wie Sophinette Becker in Frankfurt tätig ist:
Bernd Meyenburg (Führt reparative Therapien an homosexuellen und transsexuellen Jugendlichen an der Uni-Klinik in Frankfurt durch): "Sie sehen doch, das Kind hat einen Penis, also ist es kein Mädchen"
(Interview 2008)"
Worunter also transsexuelle Menschen, sowie intersexuelle Menschen tatsächlich zu leiden haben ist eine Geschlechtsdefinition, die entweder offen oder versteckt (aus Angst, zugeben zu müssen auch Moneyaner zu sein), den Phallus eines Menschen in den Mittelpunkt der Geschlechtsdefinition stellt. Dass in Wirklichkeit Menschen aber nicht nur aus einem Penis bestehen, sondern die geschlechtlichen Facetten eines Menschen zahlreich vorhanden und vielfältig in der Ausprägung sind, wäre die grosse Aufgabe, will man die Menschenrechtsverbrechen an Menschen mit geschlechtlichen Besonderheiten endlich beenden. Das Propagieren einer geschlechtlichen Zwischenstufe zwischen "Mann" und "Frau" dagegen - wie es auch bei Ex-Money-Anhängern mittlerweile schick geworden ist - ist lediglich der Versuch weiterhin Geschlecht auf weniger Merkmale zu reduzieren und diese dann als "biologisch" zu etikettieren . Dabei wäre es doch ein einfaches, bei der Realität zu bleiben bzw. zu ihr zurückzukehren.
Geschlecht ist mehrdimensional
Die Besonderheiten der Natur, und gerade das Vorhandensein geschlechtlicher Unterschiedlichkeit, das durch Intersexuaität oder Transsexualität offenbar wird (wie das Wissen darum, dass ein xy biologisch nicht immer zu einem Penis führt - wie bei Pseudohermaphroditismus - aber das Fehlen eines Penis auch nicht immer ein Mädchen macht - wie bei Transsexualität) sollte doch wahrgenommen werden können. Dass sich das Geschlecht des Menschen dann eben nicht auf einer Linie zwischen Mann und Frau ansiedeln lässt, da Chromosomen eben etwas anderes sind, als die Genitalien oder da das Gehirngeschlecht nichts mit den inneren Geschlechtsorganen zu tun haben muss (was auch klar macht, dass genitale Operationen auch nicht das Geschlecht eines Menschen verändern), ist eine ebenso wichtige Schlussfolgerung aus der Beobachtung von geschlechtlichen Besonderheiten, wie die Tatsache, dass es Nur-Frauen und Nur-Männer daher als biologischer Sicht niemals geben kann. Wer dann, wie die Jünger John Moneys weiter behauptet, man könne Geschlecht umwandeln, obwohl die Existenz von geschlechtlichen Uneindeutigkeiten ja gerade der Beweis dafür sind, dass dies unmöglich ist (was für eine Geschlechtsfacette soll den umgewandelt werden?), muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ideologisch verblendete Theorien zu verbreiten, die bis heute Menschenrecht verletzen. Sei es, dass versucht wird, das Geschlecht eines Menschen mit genitalen Operationen (z.B. Genitalverstümmelungen bei intersexuellen Menschen) zuzuordnen, dass Gesetze aufrecht erhalten werden, in denen genau diese Idee der genitalen Geschlechtszuordnung weiter propagiert wird (wie die genitalen Zwangsoperationen, die immer noch im deutschen Transsexuellengesetz verankert sind), aber auch dass Menschen, die das Wissen über ihre biologische Geschlechtszugehörigkeit äussern, als "identitätsgestört" bezeichnet werden können, da dieses Wissen - nach den psychoanalytischen Gendertheorien - nicht zu den Genitalien passen will.
Es gibt keine Geschlechtsumwandlungen - was es gibt, sind Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen.
Trotzdem existieren in Deutschland immer noch transsexuellen-, transidentitäts- oder transgender-Organisationen, welche sich aber in das Fahrwasser der Gender-Theorien John Moneys begeben. Warum sie das tun, ist ein paradoxes Rätsel der Geschichte, leiden ja gerade transsexuelle Menschen ebenso unter den Geschlechtertheorien der späten 60er-Jahre, wie intersexuelle Menschen. Alleine die psychische Zwangsbehandlung sich als Frau in die Hände eines Psychologen begeben zu müssen, der nach psychoanalytischem Lehrbuch diese Frau als "Mann mit Identitätsstörung" ansehen wird, weil sie mit Penis und Hoden geboren wurde, zeigt auf, in welche paradoxe Situation sich transsexuelle Menschen auch heute noch begeben müssen. Dass hier Transsexuellenorganisationen mitspielen, ist eine der traurigsten Vorstellungen, welche in Deutschland aufgeführt werden. So ist auf einschlägigen Seiten von transsexuellen Gruppierungen u.a. folgendes zu lesen:
"Transsexualität wird oftmals beschrieben als ‚... eine tiefe innere Gewissheit, dem anderen als dem Geburtsgeschlecht anzugehören ...'. Diese Gewissheit besteht oft schon seit frühester Kindheit."
"Fast alle Spezialisten auf diesem Gebiet sehen derzeit den Geschlechtswechsel samt geschlechtsangleichender Operation als einzige Möglichkeit der Linderung an."
"Transfrau ist eine Bezeichnung für Transgender der Richtung Mann-zu-Frau."
""Transsexuelle Menschen können sich nicht mit ihrem angeborenen, biologischen Geschlecht identifizieren, sondern sie wissen und empfinden sich als dem Gegengeschlecht zugehörig. Sie fühlen sich ‚im falschen Körper' und streben eine "Geschlechtsumwandlung" an."
Vielleicht liegt es an der Käuflichkeit der menschlichen Seele, dass es verlockend erscheint, sich auf die T heorien der Sexologie einzulassen und selbst daran zu glauben nicht das zu sein, von dem mensch weiss dass er es ist - eine Selbstverleugnung der einfachen Behandlung willen - wer mitspielt und die Gender-Theorien brav bestätigt, der braucht weniger Menschenrechtsverletzungen befürchten, als nun normalerweise üblich. Anstatt das "normalerweise" näher zu hinterfragen und eine grundsätzliche Kritik zu äussern, wird mitgespielt. Kein Wundern, dass manch intersexueller Mensch, der unter den Folgen genitaler Zwangsverstümmelung zu leiden hat, davon angewidert sein muss, wenn transsexuelle Menschen auch noch sich selbst für verrückt erklären um dann im gleichen Atemzug zu behaupten, dass "Geschlechtsumwandlungen" möglich wären.
Die Geschlechtsumwandlungs-Lüge
Wären "Geschlechtsumwandlungen" tatsächlich möglich, hätten wir nicht die fatalen Folgen genitaler Zwangszurodnungen - Menschen die sich plötzlich ganz und gar nicht so "fühlen" wollen, wie ihre genitale Zuordnung. Zu Recht fordern die meisten Intersexuellen-Organisationen auch deswegen einen Stopp derartiger Verstümmelungspraktiken und eine deutliche Nennung der Täter. Dies wird aber nur gelingen, wenn nicht nur die auführenden Operateure (die oft nur auf Anweisung von Psychologen ihren Job verrichten) auf der Anklagebank sitzen, sondern vorallem diejenigen, welche das ideologische Gedankengebäude errichtet haben, das solche Zwangszurodnungen erst ermöglicht hat. Jedem Menschenrechtler sollte daran gelegen sein, die Täter zu benennen, diejenigen zu "outen", die bislang unbehelligt an ihren Schreibtischen Texte für ihre Bücher entwerfen konnten, in denen von "Geschlechtsumwandlungen", "psychosexueller Neutralität" bzw. "psychosexueller Entwicklung" und "Geschlechtsidentitätsstörungen" gefaselt wird. Wer behauptet, dass das Geschlecht eines Menschen änderbar wäre, darf sich hier mitschuldig fühlen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Auflistung von Autoren, welche am sogenannten "International Journal for Transgenderism" mitgeschrieben haben. Hierzu gehörten, neben dem Herausgeber "Friedemann Pfäfflin" in Ulm auch, und so erstaunlich ist das nicht, John Money höchstpersönlich. Weitere Verbindungen nach Deutschland zeigen sich auch in folgendem Wikipedia-Eintrag:
"[John Money]...wurde 2002 von der Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, für die er arbeitete, mit der Magnus-Hirschfeld-Medaille ausgezeichnet."
Man mag ja fast fragen, für was er diese Medaille erhalten hat. Eine ebenso spannende Verbindung gibt es zu Volkmar Sigusch, einem der berühmtesten Sexologen Deutschlands. Dieser hatte 1973 zusammen u.a. mit John Money die sogenannte "International Academy for Sex Research" gegründet, deren aktueller Vorsitzender Eli Coleman ist, der zuvor bei der Organisation Präsident war, bei der auch schon Friedemann Pfäfflin Vorsitzender sein durfte: Der ehemaligen "Harry Benjamin International Gender Dysphoria Assoication, Inc.", die sich heute WPATH - "World Professional Association for Transgender Health" nennt. Volkmar Sigusch war derjenige welche, der in den 70er Jahren massgeblich an den Formulierungen des Transsexuellengesetzes mitgearbeitet hatte, Friedemann Pfäfflin derjenige, der sich stark dafür machte, den Begriff "Transsexualität" noch konsequenter durch den Begriff "Geschlechtsidentitätsstörung" zu ersetzen. Friedemann Pfäfflin ist aktuelle Mitglied des "Gender Identity Disorders Subcommittee" der APA, der American Psychiatric Association, die im Jahr 2012 eine neue Definition für "Geschlechtsidentitätsstörungen" erstellen will. Man darf nicht annehmen, dass sich die Moneyschen Jünger aber bereit ihre Fehler eingestehen. So streitet Pfäfflin weiterhin ein mehrdimensionales Geschlechterbild ab, und reduziert, ganz Psychoanalytiker, das Geschlecht des Menschen letztendlich doch wieder auf wenige Merkmale. In dem Buch "Sexualitäten" (von 2008) führt Pfäfflin auf, wie er und Kollegen einem Aufruf der englischen Organisation GIRES, biologische Tatsachen zu akzeptieren (wie die Angeborenheit von Transsexualität), nicht gefolgt ist, welche geschafft hat, im Vereinten Königreich zu weitreichen Menschenrechtsverbesserungen zu kommen (Gender Recognition Act):
"Richard Green (2006), ein früherer Mitarbeiter von Robert Stoller, Gründer und langjähriger Herausgeber der Archives of Sexual Behavior, die das offizielle Organ der International Academy of Sex Research sind, Ken Zucker (2006), der derzeitige Herausgeber dieser Fachzeitschrift, und ich (Pfäfflin 2006b) sind der Aufforderung, dieses Manifest zu unterzeichnen, nicht gefolgt, sondern haben kritische Kommentare geschrieben, worauf die Gender Identity Research and Ed-ucation Society (2006b) wiederum eine Entgegnung formulierte."
Interessant sind wieder die Namen, die hier auftauchen: So steht hier wieder etwas von "der International Academy of Sex Research" (siehe: Volkmar Sigusch), aber auch Namen wie Ken Zucker, einem offen agierenden Money-Jünger, tauchen auf, einem kanadischen Psychologen, der reparative Therapien an transsexuellen Kindern durchführt und meint, dass "geschlechtsuntypisches Verhalten" geheilt werden könne - ausgehend davon, dass die Genitalien eines Menschen natürlich wieder einmal im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Besser kann das dann, auch wenn das Zitat weiter oben schon einmal aufgetaucht ist, ein Freund Zuckers ausdrücken, der Frankfurter Bernd Meyenburg:
"Sie sehen doch, das Kind hat einen Penis, also ist es kein Mädchen" (2008)
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Zusammenhänge zwischen den Theorien John Moneys und der psychoanalytisch geprägten Sexologie nicht nur auf ein paar Figuren reduziert werden kann, sondern sich zahlreiche Professoren und Professorinnen in Deutschland an der Weiterverbreitung dieser Ideologien beteiligt haben, weitgehend unbehelligt und ohne, dass hier eine grosse Öffentlichkeit bereits wahrgenommen hätte, welche Schattenseiten die sexuelle Revolution der 60er hervorgebracht hat - eine Phalluszentriertheit im Denken, das Verstärken von Geschlechtersterotypen und letztendlich massive Menschnrechtesverletzungen an intersexuellen und transsexuellen Menschen. Am dringensten wäre es, die Menschenrechtsverletzungen zu beenden - die gesellschaftlichen Auswirkungen die sich aus einer offenen Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Moneyschen Gendergeneration ergeben, können nur positiv sein - auch bei den Menschen, die "lediglich" von einer geschlechtssterotypen Gesellschaft betroffen sind, und bislang nicht befürchten mussten, genitalverstümmelt oder zu psychisch krank erklärt zu werden. Es möge die Aufklärung beginnen.
Wikipedia:
John William Money (* 8. Juli 1921 in Morrinsville, Neuseeland; † 7.
Juli 2006 in Towson, Maryland) war ein US-amerikanischer Psychologe und
Sexologe bekannt für seine Forschungen über Geschlechteridentitäten,
Geschlechterrollen. Er wurde 2002 von der Deutsche Gesellschaft für
Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, für die er arbeitete, mit der
Magnus-Hirschfeld-Medaille ausgezeichnet.
Der gebürtige Neuseeländer Money migrierte 1947 in die Vereinigten
Staaten und studierte an der University of Pittsburgh Psychologie. Er
erwarb 1952 seinen Doktor der Psychologie an der Harvard-Universität.
Er war in den 1950ern kurz verheiratet und hatte keine Kinder. Money
war Professor für medizinische Psychologie an der
Johns-Hopkins-Universität von 1951 bis zu seinem Tod.
Money war einer der ersten, die wissenschaftlich zu beweisen
versuchten, dass Geschlecht nur erlernt sei, er war einer der Pioniere
der Gender-Theorie. Money unterzog 1967 den knapp zwei Jahre alten
Jungen Bruce Reimer einer Geschlechtsumwandlung, dessen Penis zuvor bei
einer Beschneidung (versehentlich) verstümmelt worden war. Das
Experiment lief jedoch aus dem Ruder: Schon als kleines Kind riss sich
Brenda, wie Bruce nun hieß, die Kleider vom Leib, um Mädchenspielzeug
machte sie einen weiten Bogen. Als Brenda mit 14 erfuhr, dass sie als
Junge auf die Welt gekommen war, ließ sie die Geschlechtsumwandlung
rückgängig machen. Im Frühjahr 2004 erschoss sich Bruce Reimer. Sein
Zwillingsbruder starb zwei Jahre zuvor, es gibt Vermutungen, wonach er
Selbstmord begangen haben soll, weil er die Leiden seines Bruders nicht
mehr ertrug.
Trotz des Fehlschlags diente der "John/Joan-Fall" einem Teil der
Frauenbewegung als wissenschaftlicher Beleg für die Thesen des
Gleichheitsfeminismus. So schrieb Alice Schwarzer 1975, dass "die
Gebärfähigkeit auch der einzige Unterschied ist, der zwischen Mann und
Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt." Das Experiment
Money würdigt sie als eine der "wenigen Ausnahmen, die nicht
manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht
werden" ("Der kleine Unterschied", 1975, Seite 192f).
Ergänzung:
In dem deutschen Verlag, in welchem die Ideologien John Moneys Platz
finden konnten, dem Enke Verlag, erschien zuvor auch ein anderes Werk.
Es ist eine Abhandlung der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung ,
unter dessen Federführung das deutsche Transsexuellengesetz entstand:
Bürger-Prinz, H., Albrecht, M., & Giese, H.: Zur Phänomenologie
des Transvestitismus bei Männern. Beit. Sexualforsch., Stuttgart, F.
Enke Verlag, 1953, No. 3.
Wer aber war Bürger-Prinz?
Hans Bürger-Prinz (* 16. November 1897 in Weinheim; † 29. Januar 1976 in Hamburg) war ein deutscher Psychiater.
Bürger-Prinz wurde 1931 Oberarzt der Universitätsnervenklinik in
Leipzig, trat 1933 in die NSDAP und die SA ein und war zudem Mitglied
im NS-Lehrerbund, NS-Ärztebund und im NS-Dozentenbund und Mitglied
einer Kommission der Reichsstelle für deutsches Schrifttum. Nebenbei
war er ehrenamtlicher Richter am Erbgesundheitsgericht.
[...]
1949-51 war Bürger-Prinz weiterhin Hochschullehrer und Klinikleiter. Er
war an der Errichtung einer Forschungsstelle für menschliche Erb- und
Konstitutionsbiologie beteiligt und seit 1950 Präsident der Deutschen
Gesellschaft für Sexualforschung.
(wikipedia)
Was war das Erbgesundheitsgericht?
Die
Erbgesundheitsgerichte wurden im Deutschen Reich durch das Gesetz zur
Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 eingeführt. Sie
entschieden in äußerlich rechtsförmig gestalteten Verfahren über
(Zwangs-)Sterilisationen (vermeintlich) Kranker und waren damit
Werkzeug zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Rassenhygiene,
die den Menschen zum bloßen Objekt staatlicher Verfügungsgewalt
herabwürdigte. Bis Mai 1945 wurden aufgrund der Beschlüsse der
Erbgesundheitsgerichte etwa 350.000 Menschen zwangssterilisiert.
Da
verwundert es kaum, dass es in Deutschland im Jahr 2009 noch ein Gesetz
wie das Transsexuellengesetz gibt, welches Zwangssterilisationen an
transsexuellen Menschen fordert.
Folgender Text beinhaltet zwei nebeneinander liegende Gedankenstränge: Einerseits eine Reise durch die wunderbare Welt von Wikipedia, andererseits Gedanken zum Thema Transsexualität. Sehen wir es als textliches Experiment an oder als Anregung zum Nachdenken. Ok?
Ideologie:
Der Ausdruck Ideologie (Lehre von der Idee bzw. Vorstellung) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch ein System von Ideen, Vorstellungen, Werturteilen und Begriffen und kann synonym zu "Weltanschauung" Verwendung finden. Meist schwingt eine negative Konnotation mit. "Ideologie" bezeichnet in einem wertenden Gebrauch dann z. B. ein ungerechtfertigterweise festgefügtes und einseitiges Weltbild.
Die internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) besagt: Transsexuelle Frauen seien Männer (und keine Frauen), weil sie männliche Körpermerkmale besässen.
"F64.0 Transsexualismus
Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen."
Übersetzung: Transsexuelle wollten dem "anderen" Geschlecht zugehören. Das anatomische Geschlecht sei geschlechtsbestimmend. Frauen, die mit Penis und Hoden geboren werden seien geistig kranke "Männer mit Geschlechtsidentitätsstörung" . Die Aussage "Ich bin eine Frau" bzw. "Ich bin ein Mädchen" sei unwahr.
Ideologien wirken orientierend und sollen die Wahrnehmung bestimmter sozialer Gruppen in eine gewünschte Richtung lenken. Zudem steuern sie Handlungsprogramme, z. B. in der Forschung oder Politik. Innere Widerspruchsfreiheit wird (teilweise) erst durch Ausblendung entgegenstehender Auffassungen, Sichtweisen und Erfahrungen erreicht. Sie beanspruchen zumeist einen Wahrheitsanspruch für ihre Grundannahmen, es werden also bestimmte Thesen, Dogmen oder Grundideen für axiomatisch gehalten. Die kritische Auseinandersetzung mit diesen Grundannahmen wird meist abgelehnt und auch widersprechende realistische Verhältnisse werden im Sinne der Ideologie umgedeutet.
Einige Ideologien nehmen in Anspruch, wissenschaftlich fundierte Weltanschauungen zu sein.
John William Money (* 8. Juli 1921 in Morrinsville, Neuseeland; † 7. Juli 2006 in Towson, Maryland) war ein US-amerikanischer Psychologe und Sexologe bekannt für seine Forschungen über Geschlechteridentitäten, Geschlechterrollen. Er wurde 2002 von der Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, für die er arbeitete, mit der Magnus-Hirschfeld-Medaille ausgezeichnet. Money war einer der ersten, die wissenschaftlich zu beweisen versuchten, dass Geschlecht nur erlernt sei, er war einer der Pioniere der Gender-Theorie.
"Es besteht heute Konsens darüber, dass ein persistierendes transsexuelles Verlangen das Resultat sequenzieller, in verschiedenen Abschnitten der psychosexuellen Entwicklung gelegener, eventuell kumulativ wirksam werdender Einflussfaktoren ist."
(Sophinette Becker, Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung, Zeitschrift für Sexualforschung, Sept. 2001)
Von kritischer Seite werden Ideologien mit Einseitigkeit, Intoleranz, Manipulation und Herrschaft über andere Menschen verbunden. Diese Sichtweise geht davon aus, dass rigide Ideologien die Tendenz in sich tragen, anderen eine bestimmte Sichtweise aufzudrängen oder sogar das Zusammenleben von Menschen bestimmen wollen.
Ideologiekritik:
Eine besondere Rolle spielte die Ideologiekritik in der Aufklärung. Zentrales Ziel der Aufklärung war die Befreiung des Bewusstseins der Menschen von Aberglauben, Irrtümern und Vorurteilen, die den mittelalterlichen Machthaber zur Legitimation ihrer Herrschaft dienten. Die Aufklärung verlangte die politische Durchsetzung von Vernunft, Wissenschaft, Demokratie und Menschenrechten.
Es ist ein Menschenrecht, dass Menschen anerkannt werden als das, was sie sind. Transsexuelle Frauen sind Frauen.
In seinem Werk "Die Offene Gesellschaft und ihre Feinde" kritisiert Karl R. Popper den totalitären Charakter bestimmter Ideologien, insbesondere des Nationalsozialismus und des Sozialismus.
Karl R. Popper:
Sir Karl Raimund Popper (* 28. Juli 1902 in Wien; † 17. September 1994 in London) war ein österreichisch-britischer Philosoph, der mit seinen Arbeiten zu Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, zur Sozial- und Geschichtsphilosophie sowie zur politischen Philosophie den kritischen Rationalismus begründete.
In "Vermutungen und Widerlegungen" (englisch "Conjectures and Refutations") wandte er die Methode, wie im Titel angedeutet, auch praktisch an. Hier beschrieb er auch, wie er seine Demarkationsüberlegungen seit den 1920er Jahren entwickelt hatte, als er zunächst "Pseudowissenschaft" von "Wissenschaft" unterscheiden wollte. Als Beispiele für Pseudowissenschaften nannte er u.a. die Psychoanalyse und den Marxismus, als Beispiel für Wissenschaft Einsteins Relativitätstheorie.
Psychoanalytiker, welche behaupten, transsexuelle Frauen seien "Männer mit Identitätsstörung":
Rassismus in der einfachsten, biologistischen Bedeutung deutet "Rasse" als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften.
Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall die Existenz der anderen in Frage.
Deutsche Sexologen sagen: Transsexuelle Frauen seien keine biologischen Frauen.
"Sie sehen doch das Kind hat einen Penis, also ist es kein Mädchen"
(Bernd Meyenburg, Universität Frankfurt, 2008)
Die Konvention der Vereinten Nationen unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung, ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien mit einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit, institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere.
Transsexuelle Frauen werden in Deutschland erst dann als Frauen anerkannt, wenn sie sich einer Kastration unterzogen haben und sich zu geisteskranken Männern erklärt haben (Geschlechtsidentitätsstörung).
Rassismus, im strengen Sinne des Wortes, erklärt soziale Phänomene anhand pseudowissenschaftlicher Analogieschlüsse aus der Biologie.
"Unter Transsexualität versteht man ein Phänomen, dass Menschen einen biologisch völlig unauffälligen Körper haben, aber von sich aus das Gefühl haben im falschen Körper zu leben. Und ein biologischer Mann sagt, ich bin eine Frau und eine biologische Frau sagt, ich bin eigentlich ein Mann."
(Hertha Richter-Appelt, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, Juli 2008 im Deutschlandfunk )
Eine vermeintlich natur- oder gottgegebene, hierarchisch-autoritäre Herrschaftsordnung und die daraus gefolgerten Handlungszwänge dienen der Rechtfertigung von Diskriminierung, Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung oder Vernichtung von Individuen und Gruppen - sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene.
Für Christoph Butterwegge ist Rassismus ein "Denken, das nach körperlichen bzw. nach kulturellen Merkmalen gebildeten Großgruppen unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten, und/oder Charaktereigenschaften zuschreibt, wodurch selbst dann, wenn keine gesellschaftliche Rangordnung (Hierarchie) zwischen ihnen entsteht, die Ungleichverteilung sozialer Ressourcen und politischer Rechte erklärt, also die Existenz von Privilegien bzw. der Anspruch darauf legitimiert, die Gültigkeit universeller Menschenrechte hingegen negiert wird."
Rassismus war ein Teil der Ideologie des Nationalsozialismus. Nach der sogenannte "Rassenkunde" ging die NS-Forschung davon aus, dass es höherwertige und minderwertige Menschenrassen gebe. Die Mitglieder jeder Rasse hätten die Aufgabe, diese Rasse "rein zu halten", weshalb sexueller Kontakt zwischen Angehörigen der "hohen" und der "minderwertigen" Rasse verhindert werden sollte.
Das deutsche Transsexuellengesetz, welches von CDU und SPD im Juni 2009 leicht modiifiziert wurde, beinhaltet immer noch die Forderungen, dass sich eine transsexuelle Frau kastrieren lassen muss, um als Frau anerkannt zu werden. In einem Text des Innenministeriums CDU (Entwurf des Gesetzes zur Reform des Transsexuellenrechts...Transsexuellenrechtsreformgesetz - TSRRG des BMI) heisst es:
"Gleichwohl kann auf die grundsätzliche Bedingung dauernder Fortpflanzungsunfähigkeit nicht verzichtet werden." ... "hierbei ist insbesondere auszuschließen, dass rechtlich dem männlichen Geschlecht zugeordnete Personen Kinder gebären und rechtlich dem weiblichen Geschlecht zugeordnete Personen Kinder zeugen."
Die Opfer des NS-Rassismus wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, zwangssterilisiert, deportiert und ermordet.
Sterilisationsgesetze:
Sterilisationsgesetze waren und sind staatliche Regelungen zur Sterilisation, also Unfruchtbarmachung, bestimmter Personen oder Personenkreise zur Verhinderung der Fortpflanzung.
§ 8 TSG Voraussetzungen
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen, daß sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie
3. dauernd fortpflanzungsunfähig ist
Besondere Bedeutung haben dabei Gesetze im Rahmen der Eugenik, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt und umgesetzt wurden. Diese Gesetze hatten die Verhinderung sogenannten erblich "minderwertigen" Nachwuchses zum Ziel und konzentrierten sich auf die Unfruchtbarmachung der wissenschaftlich oder pseudo-wissenschaftlich ausfindig gemachten Träger solcher Erbkrankheiten.
Zwangssterilisation und Menschenwürde:
Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sichert jedem Menschen "das Recht auf Leben, auf Sicherheit der Person und auf Freiheit" zu. Artikel 5 verbietet jede Art der "Folter, grausame und erniedrigende Behandlung". Eine zwangsweise Sterilisation wäre somit eine Verletzung der Menschenrechte.
Transsexuelle Frauen sind Frauen.
Imre Kertész:
Ich möchte einer Frage auf den Grund gehen, die für für viele Menschen wahrscheinlich gar keine Frage ist. Es handelt sich um die Freiheit der Selbstbestimmung, ganz einfach darum, dass jeder in der Gesellschaft, der er angehört, der sein kann, der er ist. Dass er, egal als wer er geboren ist, zu was er sich erklärt, für was er sich selbst hält, dafür nicht mit Verachtung, mit offener oder sogar durch geheimen behördlichen Konsens gebilligter Diskriminierung bestraft werden darf.
Ich möchte hier einen wunderschönen Text zitieren, der ziemlich gut darstellt, was passiert, wenn man das Unwahrscheinlichere dem Wahrscheinlichen überordnet. Er zeigt auf, wie im Zusammenhang mit "Transsexualität" immer noch Erklärungsmodelle wie die Theorie der "Geschlechtsidentitätsstörung" als Lehre angesehen werden, obwohl diese Theorien unwahrscheinlicher sind - da Theorien - als biologische Tatsachen. Hier der Text:
Das Problem mit wissenschaftlichen Beweisen ist, dass sie nie absolut sind.. Nimm mal die Schwerkraft. Wir glauben, dass sie überall auf der Erde wirkt. Aber: Wissen wir das sicher? War schon überall, an jedem Punkt auf der Erde ein Messgerät angebracht worden (in den tiefsten Tiefseegräben und den höchsten Bergen) und wurde gemessen, ob es auch da Schwerkraft gibt?
Wir nehmen an, dass ein Stein, den wir aufheben wieder herunterfällt, wenn wir ihn loslassen. Aber: Wir wissen nur dann, ob dies bei JEDEM Stein der Fall ist, wenn wir JEDEN Stein aufheben und wieder fallen lassen.
Da dies alles nicht geht, schließen wir vom Besonderen auf das Allgemeine. Wir wissen, dass es höchstwahrscheinlich überall auf der Erde Schwerkraft gibt und dass wahrscheinlich jeder Stein, den wir aufheben, auch wieder herunterfällt.
Und was für die Schwerkraft gilt, gilt für die gesamte Wissenschaft, auch für die Biologie - und die Transsexualität.
In Holland haben 1995 Forscher 7 tote Transsexuelle Frauen zufällig in ihrer Leichenhalle gehabt. Sie schnitten ihre Gehirne auf und entdeckten, dass ALLE anatomisch weibliche Gehirne hatten (zur Sicherheit haben sie es 2000 nochmals überprüft und die Anzahl der Neuronen gezählt). Bei homosexuellen Männern (haben sie auch aufgeschnitten) fanden sie nur männliches Gehirn.
Weitere Forschungen haben ergeben, dass diese weibliche Anatomie der Gehirne nicht durch Hormoneinnahme verursacht worden sein kann.
In Essen haben sie 12 transsexuelle Frauen, ebenso viele nicht-transsexuelle Frauen und nicht-transsexuelle Männer in die Röhre gelegt und die Reaktionen des Gehirns auf erotische Stimuli untersucht. Die Gehirne der transsexuellen Grauen zeigten die gleichen Aktivitäten, wie die Gehirne der nicht-transsexuellen Frauen - also völlig andere Reaktionen, als männliche Gehirne (der nicht-transsexuellen männlichen Versuchspersonen)
Anfang 2008 veröffentlichte Gunther Stalla seine Studie an knapp über 100 transsexuellen Frauen mit dem Ergebnis: Die Gehirne transsexueller Frauen waren in der 7. Schwangerschaftswoche höchswahrscheinlich den gleichen geringen Mengen Androgenen ausgesetzt, wie die Gehirne von nicht-transsexuellen Frauen (männliche Gehirne sind einer wesentlich höheren Androgendosis ausgesetzt)
Genforscher haben schon lange entdeckt, dass nicht xx oder xy Chromosomen für die geschlechtliche Entwicklung verantwortlich sind, sondern die Gene, die sich auf diesen Chromosomen befinden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Sex_determining_region_of_Y)
2008 fanden nun Forscher in Ausstralien (Prince Henrys Institute) ein Gen, das sie für Transsexualität verantwortlich machen....
Weißt du, dass Homosexualität weniger erforscht ist, als Transsexualität? Und dennoch darf man offiziell Homosexuelle nicht für psychisch gestört er klären... Man weiß bis heute weniger über die biologischen Ursachen von Homosexualität, als über die von Transsexualität.
Wenn Menschen nicht mehr weiter wissen und ihnen keine Erklärungen mehr einfallen, muss entweder Gott herhalten oder das Modell der multiblen Einflussfaktoren - also ein chaotisches, nicht näher bestimmbares Model, das weder verifizierbar noch falsifizierbar ist. Das unwissenschaftlichste Denkmodell, dass man sich nur einfallen lassen kann.
Und aus irgendeinem Grunde scheinen Menschen solche Modelle zu bevorzugen. Je diffuser und undurchschaubarer ein Modell ist, für desto glaubhafter wird es gehalten. Meist nimmt die Glaubhaftigkeit auch noch mit der Menge der enthaltenen Fremdwörter zu - denn dann versteht kein Mensch mehr diese Sätze - also müssen sie sehr intelligent, wahr und glaubhaft sein. Einfache Erklärungen, wie "Eine transsexuelle Frau ist eine Frau, weil sie ein weibliches Gehirn hat" gelten als nicht so glaubwürdig. Wenn du aber von "persitierendem Verlangen" sprichst, dann klingt das irgendwie viel toller - wobei kein normaler Mensch weiß, was das sein soll und sich deshalb wahrscheinlich auch nicht traut, diesem Bockmist zu widersprechen.
Oder nimm die schwachsinnige Theorie von Ray Blanchard. Die Falschheit kann man schon allein daran erkennen, dass es - nach seiner Theorie - keine transsexuellen Männer geben dürfte... Oder Friedemann Pfäfflin, der doch allen Ernstes behauptet, transsexuelle Menschen würden transzendieren und sich Gott gleich sehen - mal abgesehen davon, dass er Transsexualität für eine Erfindung von Magnus Hirschfeld hält...
Kenneth Zucker, Peggy Cohen Kettenis und Sophinette Becker können Homosexualität und Transsexualität nicht von einander unterscheiden und behaupten, weil sowohl homosexuelle Jungs als auch transsexuelle Mädchen gerne mit Puppen spielen, sie hätten beide eine Geschlechtsidentitätsstörung und als Folge davon würde sich dann Homosexualität oder Transsexualität entwickeln....
Und jetzt das Ganze mal mit den wissenschaftlichen Ergebnissen von oben vergleichen....
Passen die aufgeführten Theorien, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage haben, irgendwie zu den Ergebnissen aus der biologischen Forschung?
Es gibt bis heute keine einzige wissenschaftliche Untersuchung, die Zweifel daran gebracht hätte, dass transsexuelle Frauen (denn sie werden ja fast ausschließlich untersucht) ein weibliches Gehirn haben. Es gibt absolut nicht, was diese Annahme wissenschftlich in Zweifel stellen würde.
Es gibt nur eine Theorie einer Clique von Psychoanalytikern, die sich alle unter einander kennen und freundschaftliche Beziehungen pflegen... (und dafür sorgen, dass sie gegenseitig ins DSM-Team gewählt werden)...
Ist es nicht wahrscheinlicher, dass wenn alle wissenschaftlichen Untersuchungen darauf hindeuten, dass transsexuelle Frauen anatomisch weibliche Gehirne haben, dass dem dann vielleicht auch so ist? Und dass deshalb transsexuelle Frauen sagen "Ich bin eine Frau" trotz Penis?
Nimm das Beispiel mit den Steinen. ebenso wenig, wie wir es an allen transsexuellen Frauen beweisen müssen, müssen wir es für alle Steine beweisen. Die Wissenschaft zeigt klar die sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf, dass Transsexualität ursächlich auf eine Zwei-Geschlechtlichkeit zurückgeht, dass das Gehirngeschlecht vom gonadalen Geschlecht abweicht. Diese Behauptung wird von ALLEN wissenschaftlichen Untersuchungen gestützt. Alle müssen/können wir sie so lange als wahr annehmen, so lange sie nicht falsifiziert wurde.
Es ist wie mit den Steinen. Du hebst 10 hoch und lässt sie fallen. daraus schließt du, dass dies wohl immer so sein wird. Du machst noch ein paar andere versuche - und immer wieder fällt der Stein nach unten. Du untersuchst immer wieder transsexuelle Frauen, und immer wieder stellst du fest: Wahrscheinlich weibliches Gehirn...
Jeder Idiot hat immner eine idiotische Theorie... Und es gibt so viele Theorien... wenn wir allen Recht geben wollen, werden nur wir zu Idioten.
(Christina Schieferdecker)
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Manchmal wäre es doch besser an das wahrscheinliche zu glauben. Und wenn es sich dann mit der Aussage eines transsexuellen Mädchens deckt, das sagt "Ich bin ein Mädchen" oder mit der Aussage eines Jungen, der sagt "ich bin ein Junge", wäre das ein wichtiger Schritt die Ideologien hinter sich zu lassen, die heute noch dafür sorgen, transsexuellen Menschen grosses Leid zuzufügen. Wer die Geschlechtsidentität eines Menschen respektiert, respektiert sein eigentliches Geschlecht.
Welche wahren Absichten Menschen haben, wenn sie
über Transsexualität (und anderen geschlechtlichen Besonderheiten)
sprechen, offenbart sich, wenn man sich genauer anschaut, wie diese
Menschen geschlechtliche Begriffe verwenden. Eine besondere Frage in
diesem Zusammenhang ist: Wann sprechen Menschen vom sogenannten
biologischen Geschlecht? Und: Was meinen sie damit? Basiert die
Verwendung des Begriffs "biologisch" auf biologischen Tatsachen oder eben doch auf einer geschlechtspolitischen Ideologie?
"Unter Transsexualität versteht man ein Phänomen, dass Menschen
einen biologisch völlig unauffälligen Körper haben, aber von sich aus
das Gefühl haben im falschen Körper zu leben. Und ein biologischer Mann
sagt, ich bin eine Frau und eine biologische Frau sagt, ich bin
eigentlich ein Mann."
(O-Ton Deutschlandfunk, Juli 2008)
Warum bezeichnet die Psychoanalytikerin eine transsexuelle Frau als
"biologischen Mann"? Gibt es dafür eine biologische Grundlage, eine
Frau als Mann zu bezeichnen? Ist eine transsexuelle Frau wirklich ein
biologischer Mann?
2. Wie definiert die deutsche Sexologie das Geschlecht des Menschen?
Was meint hier beispielsweise Bernd Meyenburg, "Behandler" von
transsexuellen Kindern dazu? Was ist denn nun ein transsexuelles Kind,
das sagt "ich bin ein Mädchen"?
"Sie sehen doch das Kind hat einen Penis, also ist es kein Mädchen"
(O-Ton Telefonat mut23, 2008)
Hat die deutsche Sexologie mitbekommen, dass das Geschlecht eines
Menschen aus mehr als aus einer geschlechtlichen Facette besteht? Ist
es bekannt, das es Menschen gibt, bei denen nicht alle geschlechtlichen
Facetten hundertprozentig zusammenpassen müssen?
3. Warum folgen andere Mediziner den scheinbar "biologischen"
Definitionen, anstatt die Sachlage wirklich einmal objektiv und
wissenschaftlich zu betrachten? Hier einmal Dr . Frank von Dorp,
Urologe am Uniklinikum Essen:
"Es handelt sich ja bei der Transsexualität und eine
Identitätsstörung des Geschlechtes. Also nicht um eine
Befindlichkeitsstörung, sondern tatsächlich um eine Erkrankung. Die
Patienten fühlen sich in ein falsches Geschlecht hineingeboren, was
dann in zunehmendem Alter, auch mit der persönlichen Entwicklung, zu
einem Leidensdruck führt, der die Patienten dann letztlich in die
Situation bringt, etwas aktiv dagegen zu unternehmen."
(Aufnahme der ARD am 22. November 2007)
Zu behaupten eine transsexuelle Frau, wäre ein "biologischer" Mann,
wird also die Grundlage dafür, später die Behauptung aufstellen zu
können, dieser "Mann" hätte eine Identitätsstörung, wenn "er" äussert
"Ich bin eine Frau". Dass diese "biologische" Grundlage bislang nie
bewiesen wurde, sondern durch alle wissenschaftlichen Untersuchungen ,
die beispielsweise auf dem Gebiet der Neurowissenschaft hierzu
stattfanden, sogar widerlegt wurde, trotzdem aber immer noch an dem
Märchen festgehalten wird, transsexuellen Menschen ein Geschlecht
unterzuschieben, dass sie nie hatten, um sie hinterher für
"identitätsgestört" zu erklären, ist also nicht Produkt einer
biologischen Betrachtung von Tatsächlichkeiten sondern lediglich
Ausdruck einer machtpolitischen Ideologie. Dass es Menschen gibt, die
beispielsweise mit Genitalien geboren werden, die von ihrem
Geburtsgeschlecht abweichen, wird hier bewusst weiter ignoriert - oft
leider eben auch von solchen Medizinern, die behaupten auf der Seite
der Menschen zu stehen, die mit geschlechtlichen Uneindeutigkeiten
geboren werden. Es lohnt sich hier einmal genauer zu prüfen, wie
Menschen argumentieren - wer transsexuelle Meschen bewusst falsch
geschlechtlich zuordnet, hat nicht das Interesse objektiv zu sein.
"Ich kann nur raten warum die Medizin bislang kein Interesse daran
hatte, das Konzept der angeborenen Geschlechtsidentität anzunehmen.
Möglicherweise ist eine Mixtur von Faktoren verantwortlich, darunter
folgende:
(1) Der Fakt, dass man Geschlechtsidentität nicht anfassen kann
(2) Die Neuigkeit der Beweise
(3) Die Notwendigkeit erst einmal weiter zum Thema zu forschen, und
(4) Ärzte könnten auch eigennützige Absichten haben (zum Beispiel: Das
Einkommen von Chirurgen hängt von chirurgischer "Korrektur" der
Genitalien von Babys ab, Psychologen machen Geld mit der Therapie von
Opfern die unglücklich sind, weil die ganze Welt sie als sexuelle
"Freaks sieht")."
(Es handelt sich um eine Antwort von Veronica Drantz, Ph.D auf Fragen von Sarah)
Jeder Mensch hat ein gesundes Wissen darüber, welchem Geschlecht er
angehört. Zu behaupten, es gäbe eine Gruppe von Menschen, die dieses
Wissen nicht hätte und hier angebliche biologische Argumente
anzubringen, um diese Behauptung wahrheitsgetreuer erscheinen zu
lassen, ist in Wirklichkeit der Versuch, Menschen ihr Selbst zu rauben
und bei näherer Betrachtung alles andere als eine wissenschaftliche Tatsache .
Realistisch betrachtet ist es vielmehr der ideologisch genährte
Versuch, Menschen in künstliche Abhängigkeiten zu bringen, um über sie
herrschen zu können: Seelenlose Herrenmenschen brauchen Schubladen um
ihre Machtansprüche zu sichern, deren Grundlage alles andere als in der
Biologie verankert ist.
Interessanterweise stösst das Konzept der hierarchischen Einteilung in
ein quadtratisch-prakisches Weltbild immer noch auf viel Unterstützung,
seltsamerweise oft bei denjenigen, die selbst unter der
geschlechtlichen Fremdzuordnung zu leiden haben. So gibt es Menschen,
die sich selbst als "intersexuell" bezeichnen, die aber nicht schaffen
zu erkennen, dass beispielsweise die Behauptung ein transsexueller Mann
wäre "als Frau geboren" (beispielsweise zu behaupten Thomas Beatie wäre
eigentlich "eine Frau", da er Kinder gebar) nicht biologischen
Tatsachen entspricht, sondern auch ein Produkt der Ideologien einer
Psychoszene ist, die bis heute schafft Menschen geschlechtlich
zwangszuzuordnen und zu vereindeutigen - ob mit Skalpell oder indem
Menschen eine Identitätsstörung unterstellt wird, die es gar nicht gibt
(schon gar nicht "biologisch").
Anhang:
Welches psychische Leid die Psychoanalyse und ihre massgeblichen
Protagonisten direkt verursachen, zeigt sich unter anderem in einem
Text des Psychoanalytikers Friedemann Pfäfflin, der 2008 im Buch
"Sexualitäten" (Psychosozial-Verlag) unter dem Abschnitt
"Transsexuelles Begehren" Beispiele transsexueller Frauen anführt, die
er allesamt als Männer bezeichnet. So schreibt er beispielsweise über
Lili Elbe:
"Eine der ersten dieser Biografien ist die des dänischen Malers
Einar Wegener, alias Lilli Elbe, der sich zu Beginn der 1930er Jahre in
Dresden operieren ließ."
Dass Lili tatsächlich als Frau geboren sein konnte interessiert ihn
dabei genauso wenig wie eine Vermutung, die auf der englischsprachigen
Wikipedia zu finden ist:
"It is believed that Elbe was probably intersexual; she looked more
female than male, and may have had Klinefelter's Syndrome or some other
SRY gene transfer condition."
Weitere Frauen, die Pfäfflin als Mann betitelt sind Christine Jorgensen, Roberta Cowell, Jane Morris, und andere.
Pfäfflin zeigt zudem in seinem Buchkapitel, wie er jegliche biologische
Ursache für Transsexualität zwangsläufig aussschliessen muss, damit
seine Behauptungen über die angeblichen Geschlechtswechselwünsche noch
irgendeinen Sinn machen. So kann für ihn eine transsexuelle Frau per
Definition nicht als Frau geboren sein, sonst gäbe es ja keine
Menschen, die, wie Pfäfflin selbst sagt, sich wünschen würden, dem
"anderen Geschlecht" anzugehören.
"Es ist eine phänomenologische Diagnose, in der zwar nicht vom
Begehren die Rede ist, aber von drei Wünschen, nämlich erstens dem
Wunsch, als Angehörige/r des andern Geschlechts zu leben und anerkannt
zu werden, zweitens dem Wunsch nach hormoneller Behandlung und drittens
dem Wunsch nach chirurgischer Geschlechtsangleichung. Keine einzige
andere Diagnose der ICD-10 speist sich aus Wünschen oder ist gar - wie
im Märchen - aus drei Wünschen abgeleitet und darüber definiert."
Der Psychoanalytiker Friedemann Pfäfflin
ist Kollege von Hertha Richter-Appelt und war früher selbst im UKE
Hamburg tätig. Er ist zudem Bekannter von Ken Zucker (ähnlich wie auch
Bernd Meyenburg), der reparative Therapien an transsexuellen Kindern durchführt,
welche darauf abzielen, dass sich beispielsweise transsexuelle Mädchen
doch bitte schön wie ihr Penis zu verhalten hätten (siehe: Aussage
Bernd Meyenburg weiter oben in diesem Artikel). Zusammen mit Ken Zucker
ist Pfäfflin Mitglied der APA-Gruppe, welche bis 2012 im Buch der
psychischen Störungen (das DSM) den Begriff
"Geschlechtsidentitätsstörung" weiter etablieren will. Allen hier
genannten Personen ist gemeinsam, dass sie abstreiten, dass es Mädchen
gibt, die mit Penis und Hoden geboren werden.
Wer transsexuelle Frauen als Männer bezeichnet und nicht nachvollziehen
kann, warum eine Frau auch rechtlich als Frau behandelt werden will,
insbesondere wenn sie sich in ein medizinisches Verfahren - von der
Hormontherapie bis zur genitalangleichenden Operation - begibt, und
hier auch als Frau behandelt werden will und nicht als
"identitätsgestörter Mann", muss sich nicht wundern, wenn man ihm
unterstellt hier Menschenrechtsverbrechen zu begehen. Wenn das
Schicksal transsexueller Menschen dazu missbraucht wird, Theorien (eben
die um den Begriff "Geschlechtsidentitätsstörung") aufrecht zu
erhalten, obwohl sowohl Patienten - die ja selbst seit Jahrzehnten
äussern, wer sie sind, wenn sie z.B. trotz Vorhandenseins eines Penis
sagen "Ich bin eine Frau" - und zudem mittlerweile auch echte
biologische Fakten wie Untersuchungen aus der Neurowissenschaft und
Humangenetik, gegen diese psychoanalytischen Theorien sprechen, lässt
sich daraus ableiten, dass das System "Transsexualität" und die daraus
folgenden Gesetzte (wie das deutsche Transsexuellengesetz )
bisher nicht denen dienen, die von Transsexualität betroffen sind,
sondern denen, welche immer noch die Existentz von Menschen abstreiten
wollen, die aber tatsächlich real und biologsich existieren.