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10.11.2008
Mit welcher Brutalität deutsche Psychoanalytiker Recht und Medizin deart vermischen, dass aus der angeblichen Hilfe für transsexuelle Menschen in Wirklichkeit genau das Gegenteil daraus wird, zeigt ein aktuelles Internetfundstück: Eine Klage gegen ein Gutachten des Ulmer Psychoanalytikers Friedemann Pfäfflin. Der Text zeigt ebenso, wie Lügen über angebliche "Geschlechtsidentitätsstörungen" dazu verwendet werden, Menschen zu kontrollieren und ihnen den freien Willen zu rauben. Er führt auf, dass die Vermischung von Recht (hier: Transsexuellengesetz) und Medizin (Standards of Care) zum gewollten System erklärt wird (mir sind mehere Fälle bekannt, u.a. von der UKE Hamburg-Eppendorf, in denen bewusst entgegen gesetzlicher Notwendigkeit medizinische Behandlungen direkt an den Stand des Verfahrens nach TSG, wie z.B. der Vornamensänderung, gekoppelt wird).

Das was S. in ihrem Text schreibt ist kein Einzelfall - die Existenz der Seite mut23.org basiert auf Erfahrungen die sich mit der Klage decken - zudem zeigen die Erfahrungen der letzten 2 Jahre, dass diese Erlebnisse System haben: viele transsexuelle Menschen, oft Frauen, berichten ähnliches, oft mit Deckungsgleichheit der Namen der an den Menschenrechtsverbrechen beteiligten Personen. Apropos Personen: Die Klage, die ich jetzt poste, ist ein Internetfundstück. Die Klägerin ist mir (bis jetzt) persönlich nicht bekannt. Dies nur, um einmal Gerüchten vorzubeugen, es würde sich hier um eine abgesprochene Aktion handeln. In Wirklichkeit handelt es sich um Fälle, die tagtäglich in Deutschland passieren, unabhängige Einzelschicksale Betroffener, deren Schnittstelle bei den Tätern zu finden ist und von der Politik immer noch gestützt wird - ich erinnere an die jüngsten Gesetzesentwürfe zum TSG, welche immer noch das sogenannte "Gutachterverfahren" enthalten, das auf eben dieser Logik der Psychoanalyse basiert, die in der Klage aufgeführt wird.

Bevor ich zum Text der Klage komme, hier einmal noch ein paar Hintergrundinformationen:

Friedemann Pfäfflin ist Leiter der im August 1995 neu eingerichteten Sektion Forensische Psychotherapie der Universität Ulm, nachdem er an der Psychiatrischen Klinik des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf (dem Sitz der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung) in Hamburg tätig war, und nach Selbsteinschätzung über 600 transsexuelle Patienten begutachtete. Er war von 1995 bis 1997 Direktor der Harry Benjamin Association (heute WPATH), und ist für die Streichung des Begriffs "Transsexualität" im DSM-IV mitverantwortlich. Zur Zeit ist er neben Peggy T. Cohen-Kettenis, Jack Drescher und Heino F. L. Meyer-Bahlburg Mitglied des "Gender Identity Disorders Subcommittee", das für die APA (American Psychiatric Association) an einer Neufassung des DSM mitarbeitet, die 2012 etabliert werden soll. Leiter dieser Gruppe ist der für seine reaparativen Therapien (Umpolungstherapien) an transsexuellen Kindern bekannt gewordene Kanadier, Kenneth J. Zucker.

Hier die Klage, das Internetfundstück, zum Download:

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