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12.12.2008
Es gibt wieder neues aus dem deutschen Petitionswesen. Nachdem ich die Petition am 7.12.2006 eingereicht hatte, mal wieder eine Zwischenmeldung. Hier Auszüge aus dem Schreiben:

"DEUTSCHER BUNDESTAG Petitionsausschuss

Betr.: Personenstandswesen

Sehr geehrte Frau Schicklang,

leider konnte Ihre Eingabe immer noch nicht abschließend geprüft werden. Sie erhalten baldmöglichst weiteren Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
(Martina Swanson)"


Der Inhalt der Petition beschäftigte sich in etwa mit der Frage, wann denn die Bundesregierung anerkennen will, dass transsexuelle Frauen Frauen sind (auch schon zu Beginn des medizinischen und rechtlichen Verfahrens). Was sich aus der Nichtanerkennung ergibt - auch welche Menschenrechtsverletzungen - lässt sich ja nun bereits im "Ticker" dieser Seite ebenso seit 2006 ausführlich nachlesen. Spannend auch, dass dieser Ticker nun auch schon seit 780 Tagen existiert...

Ach ja, es gab ja auch wieder einmal eine Mail, die hier nicht unerwähnt bleiben sollte. Die innenpolitische Expertin der SPD-Fraktion Gabriele Fograscher (MdB), welche am 28. Februar 2007 in Berlin neben Vertretern der anderen Fraktionen auch an der öffentlichen Anhörung zur Neufassung des Transsexuellengesetzes teilgenommen hat, schrieb in einer Mail von Anfang Dezember u.a. auch folgendes:

"Zunächst möchte ich festhalten, dass auch ich den Begriff 'Geschlechtsidentitätsstörung' sehr merkwürdig finde, vor allem, weil eine Störung einen vorübergehenden Zustand impliziert. Und das trifft auf Transsexuelle sicherlich nicht zu."

und...

"Meine Fraktion und ich könnten uns durchaus Änderungen in Form von Erleichterungen (Gutachterverfahren, Vertreter des öffentlichen Interesses) für die Betroffenen am derzeit gültigen Transsexuellenrecht vorstellen."

Sie verwies aber darauf, dass der Koalitionspartner (CDU) bislang kein Interesse an einer Novellierung des TSG gezeigt hat und dies wohl immer noch so ist. Nun denn, 2009 steht vor der Tür (darf mensch ja wieder Kreuzchen machen) und ebenso einige andere spannende Dinge (wie z.B. die CEDAW-Session in Genf, an dem ja u.a. auch folgender Bericht ein Thema sein wird: Klick ).

Und hier noch was zum drüber freuen:

"Seit ihrer Geburt ist Petra D.* eine Frau – mehrere Jahrzehnte hat es gedauert, bis ihre Identität auch rechtlich anerkannt wurde."

Dieser Einstiegssatz eines Artikels über eine transsexuelle Frau stammt aus der Dezemberausgabe der LSVD-Zeitschrift "Respekt". Er wurde von Renate H. Rampf verfasst. Natürlich freut es nicht, dass es mehrere Jahrzehnte gedauert hat, bis die Portraitierte auch rechtlich als sie Selbst anerkannt wurde, sondern etwas anderes... wer will, kann dazu gerne mal ein bisschen auf dieser Website hier stöbern.
 
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