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Relativ Wahrscheinlich
Ich möchte hier einen wunderschönen Text zitieren, der ziemlich gut darstellt, was passiert, wenn man das Unwahrscheinlichere dem Wahrscheinlichen überordnet. Er zeigt auf, wie im Zusammenhang mit "Transsexualität" immer noch Erklärungsmodelle wie die Theorie der "Geschlechtsidentitätsstörung" als Lehre angesehen werden, obwohl diese Theorien unwahrscheinlicher sind - da Theorien - als biologische Tatsachen. Hier der Text:

Das Problem mit wissenschaftlichen Beweisen ist, dass sie nie absolut sind.. Nimm mal die Schwerkraft. Wir glauben, dass sie überall auf der Erde wirkt. Aber: Wissen wir das sicher? War schon überall, an jedem Punkt auf der Erde ein Messgerät angebracht worden (in den tiefsten Tiefseegräben und den höchsten Bergen) und wurde gemessen, ob es auch da Schwerkraft gibt?

Wir nehmen an, dass ein Stein, den wir aufheben wieder herunterfällt, wenn wir ihn loslassen. Aber: Wir wissen nur dann, ob dies bei JEDEM Stein der Fall ist, wenn wir JEDEN Stein aufheben und wieder fallen lassen.

Da dies alles nicht geht, schließen wir vom Besonderen auf das Allgemeine. Wir wissen, dass es höchstwahrscheinlich überall auf der Erde Schwerkraft gibt und dass wahrscheinlich jeder Stein, den wir aufheben, auch wieder herunterfällt.

Und was für die Schwerkraft gilt, gilt für die gesamte Wissenschaft, auch für die Biologie - und die Transsexualität.

In Holland haben 1995 Forscher 7 tote Transsexuelle Frauen zufällig in ihrer Leichenhalle gehabt. Sie schnitten ihre Gehirne auf und entdeckten, dass ALLE anatomisch weibliche  Gehirne hatten (zur Sicherheit haben sie es 2000 nochmals überprüft und die Anzahl der Neuronen gezählt). Bei homosexuellen Männern (haben sie auch aufgeschnitten) fanden sie nur männliches Gehirn.

Weitere Forschungen haben ergeben, dass diese weibliche Anatomie der Gehirne nicht durch Hormoneinnahme verursacht worden sein kann.

In Essen haben sie 12 transsexuelle Frauen, ebenso viele nicht-transsexuelle Frauen und nicht-transsexuelle Männer in die Röhre gelegt und die Reaktionen des Gehirns auf erotische Stimuli untersucht. Die Gehirne der transsexuellen Grauen zeigten die gleichen Aktivitäten, wie die Gehirne der nicht-transsexuellen Frauen - also völlig andere Reaktionen, als männliche Gehirne (der nicht-transsexuellen männlichen Versuchspersonen)

Anfang 2008 veröffentlichte Gunther Stalla seine Studie an knapp über 100 transsexuellen Frauen mit dem Ergebnis: Die Gehirne transsexueller Frauen waren in der 7. Schwangerschaftswoche höchswahrscheinlich den gleichen geringen Mengen Androgenen ausgesetzt, wie die Gehirne von nicht-transsexuellen Frauen (männliche Gehirne sind einer wesentlich höheren Androgendosis ausgesetzt)

Genforscher haben schon lange entdeckt, dass nicht xx oder xy Chromosomen für die geschlechtliche Entwicklung verantwortlich sind, sondern die Gene, die sich auf diesen Chromosomen befinden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Sex_determining_region_of_Y)

2008 fanden nun Forscher in Ausstralien (Prince Henrys Institute) ein Gen, das sie für Transsexualität verantwortlich machen....

Weißt du, dass Homosexualität weniger erforscht ist, als Transsexualität? Und dennoch darf man offiziell Homosexuelle nicht für psychisch gestört er klären... Man weiß bis heute weniger über die biologischen Ursachen von Homosexualität, als über die von Transsexualität.

Pic_Einstein.jpgWenn Menschen nicht mehr weiter wissen und ihnen keine Erklärungen mehr einfallen, muss entweder Gott herhalten oder das Modell der multiblen Einflussfaktoren - also ein chaotisches, nicht näher bestimmbares Model, das weder verifizierbar noch falsifizierbar ist. Das unwissenschaftlichste Denkmodell, dass man sich nur einfallen lassen kann.

Und aus irgendeinem Grunde scheinen Menschen solche Modelle zu bevorzugen. Je diffuser und undurchschaubarer ein Modell ist, für desto glaubhafter wird es gehalten. Meist nimmt die Glaubhaftigkeit auch noch mit der Menge der enthaltenen Fremdwörter zu - denn dann versteht kein Mensch mehr diese Sätze - also müssen sie sehr intelligent, wahr und glaubhaft sein. Einfache Erklärungen, wie "Eine transsexuelle Frau ist eine Frau, weil sie ein weibliches Gehirn hat" gelten als nicht so glaubwürdig. Wenn du aber von "persitierendem Verlangen" sprichst, dann klingt das irgendwie viel toller - wobei kein normaler Mensch weiß, was das sein soll und sich deshalb wahrscheinlich auch nicht traut, diesem Bockmist zu widersprechen.

Oder nimm die schwachsinnige Theorie von Ray Blanchard. Die Falschheit kann man schon allein daran erkennen, dass es - nach seiner Theorie - keine transsexuellen Männer geben dürfte... Oder Friedemann Pfäfflin, der doch allen Ernstes behauptet, transsexuelle Menschen würden transzendieren und sich Gott gleich sehen - mal abgesehen davon, dass er Transsexualität für eine Erfindung von Magnus Hirschfeld hält...

Kenneth Zucker, Peggy Cohen Kettenis und Sophinette Becker können Homosexualität und Transsexualität nicht von einander unterscheiden und behaupten, weil sowohl homosexuelle Jungs als auch transsexuelle Mädchen gerne mit Puppen spielen, sie hätten beide eine Geschlechtsidentitätsstörung und als Folge davon würde sich dann Homosexualität oder Transsexualität entwickeln....

Und jetzt das Ganze mal mit den wissenschaftlichen Ergebnissen von oben vergleichen....

Passen die aufgeführten Theorien, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage haben, irgendwie zu den Ergebnissen aus der biologischen Forschung?

Es gibt bis heute keine einzige wissenschaftliche Untersuchung, die Zweifel daran gebracht hätte, dass transsexuelle Frauen (denn sie werden ja fast ausschließlich untersucht) ein weibliches Gehirn haben. Es gibt absolut nicht, was diese Annahme wissenschftlich in Zweifel stellen würde.

Es gibt nur eine Theorie einer Clique von Psychoanalytikern, die sich alle unter einander kennen und freundschaftliche Beziehungen pflegen... (und dafür sorgen, dass sie gegenseitig ins DSM-Team gewählt werden)...

Ist es nicht wahrscheinlicher, dass wenn alle wissenschaftlichen Untersuchungen darauf hindeuten, dass transsexuelle Frauen anatomisch weibliche Gehirne haben, dass dem dann vielleicht auch so ist? Und dass deshalb transsexuelle Frauen sagen "Ich bin eine Frau" trotz Penis?

Nimm das Beispiel mit den Steinen. ebenso wenig, wie wir es an allen transsexuellen Frauen beweisen müssen, müssen wir es für alle Steine beweisen. Die Wissenschaft zeigt klar die sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf, dass Transsexualität ursächlich auf eine Zwei-Geschlechtlichkeit zurückgeht, dass das Gehirngeschlecht vom gonadalen Geschlecht abweicht. Diese Behauptung wird von ALLEN wissenschaftlichen Untersuchungen gestützt. Alle müssen/können wir sie so lange als wahr annehmen, so lange sie nicht falsifiziert wurde.

Es ist wie mit den Steinen. Du hebst 10 hoch und lässt sie fallen. daraus schließt du, dass dies wohl immer so sein wird. Du machst noch ein paar andere versuche - und immer wieder fällt der Stein nach unten. Du untersuchst immer wieder transsexuelle Frauen, und immer wieder stellst du fest: Wahrscheinlich weibliches Gehirn...

Jeder Idiot hat immner eine idiotische Theorie... Und es gibt so viele Theorien... wenn wir allen Recht geben wollen, werden nur wir zu Idioten.


(Christina Schieferdecker)
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Manchmal wäre es doch besser an das wahrscheinliche zu glauben. Und wenn es sich dann mit der Aussage eines transsexuellen Mädchens deckt, das sagt "Ich bin ein Mädchen" oder mit der Aussage eines Jungen, der sagt "ich bin ein Junge", wäre das ein wichtiger Schritt die Ideologien hinter sich zu lassen, die heute noch dafür sorgen, transsexuellen Menschen grosses Leid zuzufügen. Wer die Geschlechtsidentität eines Menschen respektiert, respektiert sein eigentliches Geschlecht.

Kommentare
eigenverantwortung
Geschrieben von am 2010-04-27 22:31:54
Jeder sollte f?r sich selber entscheiden d?rfen in welchem K?rper er/sie sich wohlf?hlt. Und nicht in der Rolle leben zu m?ssen wie andere uns sehen. Ich verweigere schlichtweg die Psychotherapie. Sie darf nicht zur Pflicht werden. Nur um sp?ter seine GaOp zu bekommen. Ich selber lebe und arbeite und f?hle als Frau. Und 18 Monate Therapie ist eine Dem?tigung.

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